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musik+ | wie alles begann

musik+ | Osterfestival Tirol | Orgelfest

Zum Saisonabschluss von musik+ lädt Jordi Savall mit Hespèrion XXI zu einer faszinierenden Reise durch die Klangwelten des Mittelalters ein. Sefardische und andalusische Traditionen begegnen europäischen Tänzen, Troubadourliedern und orientalischen Einflüssen. Zwischen Improvisation, Überlieferung und virtuoser Gestaltung entsteht ein musikalischer Dialog über Grenzen, Zeiten und Kulturen hinweg. HESPÈRION XXI Efren López – Oud, Rebab und Drehleier Hakan Güngör – Kanun David Mayoral – Perkussion und Glocken Ltg: Jordi Savall – Viola da Gamba, Rebec
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musik+ | Nacht und Träume

musik+ | Osterfestival Tirol | Orgelfest

Konstantin Krimmel und Ammiel Bushakevitz widmen sich im Rahmen von musik+ der innigen Verbindung von Poesie und Musik. Im Zentrum steht Robert Schumanns Liederkreis op. 24 nach Heinrich Heine, ergänzt durch Werke von Schubert, Wolf und Loewe. Zwei außergewöhnliche Künstler im Dialog lassen die Vielfalt des Kunstlieds zwischen Innigkeit, Dramatik und erzählerischer Kraft lebendig werden. Konstantin Krimmel – Bariton Ammiel Bushakevitz – Klavier
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musik+ | Vivaldis harmonische Gärtner

musik+ | Osterfestival Tirol | Orgelfest

Virtuos, energiegeladen und mit unverwechselbarem Klang: Il Giardino Armonico widmet sich bei musik+ den Flötenkonzerten von Antonio Vivaldi. Unter der Leitung von Giovanni Antonini entfaltet das Ensemble die ganze Vielfalt der barocken Flötenwelt – von der Blockflöte bis zur Traversflöte. Il Giardino Armonico Ltg: Giovanni Antonini – Flöten
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musik+ | Zurück zur Zukunft

musik+ | Osterfestival Tirol | Orgelfest

Die Gambistin Lucile Boulanger führt bei musik+ durch vier Jahrhunderte Gambenliteratur – von Hotman, Sainte-Colombe und Marais bis zu zeitgenössischen Komponisten wie Hersant, Sinnhuber und Pesson. Sie verbindet historische Klangwelten mit neuen Perspektiven und zeigt die Gambe als lebendiges Instrument der Gegenwart. Ein Abend zwischen Tradition, Entdeckung und musikalischer Zukunft. Lucile Boulanger – Viola da Gamba
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musik+ | Volles Rohr...

musik+ | Osterfestival Tirol | Orgelfest

Das Ensemble Nonchalant präsentiert bei musik+ einen vielseitigen Streifzug durch die Klarinettenliteratur – von Mozart bis Beffa, von Messiaen bis Reich. Die jungen Musikerinnen und Musiker zeigen die vielfältigen Klangmöglichkeiten des Instruments: von inniger Sololiteratur bis zu pulsierenden Ensemblewerken der Moderne. Ein Abend voller Entdeckungen und neuer Klangräume. Ensemble Nonchalant Maxi Lämmle, Magdalena Sapl, Magdalena Stecher, Felix Winkler, Greta Winkler Gast: Walter Seebacher
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musik+ | Silvester still feiern

musik+ | Osterfestival Tirol | Orgelfest

Musik+ lädt zum Jahresausklang: zwei Musikerinnen und ein Musiker verbinden Klangwelten aus verschiedenen Jahrhunderten: Organetto, Violoncello und Akkordeon treten solistisch, im Duo und im Trio in Dialog. Das Programm schlägt eine Brücke von der Musik des Mittelalters bis zur Gegenwart und verbindet Alte Musik mit zeitgenössischen Perspektiven – überraschend, lebendig und neu gehört. Margaritha Berlanda – Akkordeon Catalina Vicens – Organetto Nicoló Nigrelli – Violoncello
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musik+ | Ein Kind ist uns geboren

musik+ | Osterfestival Tirol | Orgelfest

Concerto Scirocco und das Vokalensemble La Boz Galana präsentieren bei musik+ Weihnachtsmusik aus dem kolonialen Lateinamerika des 17. Jahrhunderts. Villancicos und Ensaladas in Spanisch, Portugiesisch, Nahuatl und Latein spiegeln den kulturellen Austausch der Neuen Welt wider. Im Mittelpunkt steht der Komponist Gaspar Fernández. Viele der Werke sind erstmals in diesem Konzert zu hören. Concerto Scirocco, La Boz Galana Ltg: Giulia Genini
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musik+ | Im Geiste verbunden

musik+ | Osterfestival Tirol | Orgelfest

Das Quatuor Mosaïques zeigt bei musik+, wie Komponisten Generationen übergreifend voneinander lernten. Auf dem Programm stehen Streichquartette von Mozart, Beethoven und Schumann – Werke, die in direkter musikalischer Beziehung zueinanderstehen. Das international renommierte Ensemble zählt seit vier Jahrzehnten zu den führenden Vertretern der historischen Aufführungspraxis und gilt als Idealbesetzung für dieses Repertoire. Quatuor Mosaïques Erich Höbarth – Violine Andrea Bischof – Violine Anita Mitterer – Viola Christophe Coin – Violoncello
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musik+ | Nächtliche Metamorphosen

musik+ | Osterfestival Tirol | Orgelfest

Quartissimo, das junge Tiroler Streichquartett, widmet sich bei musik+ zwei Legenden der Moderne: Maurice Ravel und György Ligeti. Ravels einziges Streichquartett sorgte einst für heftige Kontroversen, Ligetis „Métamorphoses nocturnes“ entstand unter den Bedingungen der kommunistischen Diktatur in Ungarn und zählt heute zu den eindrucksvollsten Quartetten des 20. Jahrhunderts. Quartissimo Clara Spieler – Violine Hannah Alber – Violine Jonas Alber – Viola Emil Spieler – Violoncello
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musik+ | Liebste, verweile noch

musik+ | Osterfestival Tirol | Orgelfest

Zum Saisonauftakt von musik+ erklingen Werke von Henry und William Lawes, zwei prägenden Komponisten des englischen 17. Jahrhunderts. In einer Zeit von Bürgerkrieg, Loyalität und Verlust spiegelt ihre Musik die politischen Umbrüche unter Charles I. wider. Sopranistin Dorothee Mields und das Hathor Consort gestalten ein bewegendes Programm über Klang, Treue und Vergänglichkeit. Dorothee Mields – Sopran Hathor Consort Ltg: Romina Lischka
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A Wave and Waves

Klangspuren Schwaz

Michael Pisaro-Liu: A Wave and Waves für 100 Perkussionsinstrumente (2006/2007) / 74’ Speak Percussion Schüler:innen der Musikschule Innsbruck Michael Pisaro-Lius A Wave and Waves lebt aus kaum hörbaren Mikroereignissen: Samen auf Glas, Sandpapier auf Stein, das Zerreißen von Papier, eine weiche Bürste auf dem Tamtam. 100 Schlagzeuginstrumente, 100 Ausführende bilden zusammen ein Paradoxon: Aus kaum hörbaren Einzelaktionen wächst ein Gesamtklang, der sich zu einer kontinuierlichen Wellenbewegung verdichtet — ein Ozean aus kleinen Geräuschen. Pisaro-Liu nennt es selbst: „confounding the small and the large." Die Struktur macht das hörbar: ein einziger, 35-minütiger Klangbogen — gefolgt von vier Minuten Stille — und schließlich hundert kleine Wellen, die durch das Ensemble wandern. Das Publikum sitzt mitten darin, von Klang umgeben statt ihm gegenüber. Speak Percussion realisiert das Werk gemeinsam mit der Musikschule Innsbruck — ein vielstimmiges Kollektiv , das diesen letzten Abend des Festivals trägt. „Love is Louder" endet hier nicht als Parole, sondern als Erfahrung: im gemeinsamen Lauschen auf das, was man sonst überhört. Tickets ab August buchbar! Ort wird noch bekannt gegeben.
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Triptychon: Körper - Stimme - Puls

Klangspuren Schwaz

Adriana Nikolova, Beatbox Sepideh Raissadat, Gesang und Setar Solist:innen von Ensemble Musikfabrik: Benjamin Kobler, Laura Álvarez, Yeji Jung, Thibaut Surugue, Klavier/Viertelton-Klavier Dirk Rothbrust, Schlagzeug Teil 1: Georg Friedrich Haas: Les Espaces für Vierteltonklavier (2019), ÖEA / 40’ Teil 2 Sepideh Raissadat: Improvisation, solo, Gesang und Setar Mazyar Kashian: Neues Werk für Gesang, Vierteltonklavier und Schlagzeug (2025), UA Auftragswerk von Klangspuren Schwaz Teil 3: Oscar Bianchi: Neues Werk für Streichtrio, Percussion & Beatboxer (2026), UA Auftragswerk von Klangspuren Schwaz Dieses Triptychon atmet: In drei Blöcken mit zwei Pausen verbindet das Programm mikrotonale Klaviermusik, persische Gesangstradition und Beatbox mit zeitgenössischer Kammermusik. Die bewussten Zäsuren geben dem Gehörten Raum. Jede der drei Begegnungen richtet den Fokus neu aus und lädt zum ständigen Perspektivwechsel ein. Den Auftakt bildet ein Vierteltonklavier: die Optik vertraut, der Klang eine neue Dimension. Vier Pianist:innen bespielen die speziell konstruierte Klaviatur in einer virtuosen achthändigen Choreografie. In Georg Friedrich Haas' „Les Espaces“ schichten sich schwebende Mikrotöne zu dichten Flächen. Diese Klänge tauchen unter die Wahrnehmungsschwelle und füllen dennoch den ganzen Raum. Danach gehört die Bühne der Stimme. Die persische Sängerin Sepideh Raissadat begleitet sich auf der Setar; in der Tradition ihrer Heimat wird Musik nicht bloß interpretiert, sie wird bewohnt. In Mazyar Kashians neuem Auftragswerk für Raissadat und Vierteltonklavier begegnen sich dann zwei musikalische Systeme: die Radif-Tradition der persischen Musik und die Mikrotonalität der westlichen Avantgarde. In dieser Begegnung entsteht mehr als ein Dialog – sie wird zur Metapher diasporischer Erfahrung, in der unterschiedliche kulturelle Sprachen gleichzeitig mit und ohne einander existieren wollen. Im Zentrum des dritten Teils steht die mehrfache Beatbox-Weltmeisterin Adriana Nikolova (Pe4enkata). Ihre Praxis erweitert Beatboxing um komplexe, aus der bulgarischen Volksmusik stammende Taktarten und verschiebt damit die Grenzen einer sonst stark vom 4/4-Takt geprägten Ästhetik. Oscar Bianchis Auftragswerk für Beatbox, Streichtrio und Schlagzeug stellt der präzisen Partitur das intuitive Körperwissen einer Performerin gegenüber, die ihr Instrument aus Zunge, Lippen und Gaumen baut. Mit seiner intimen Atmosphäre bietet das Brux den idealen Rahmen, diese drei musikalischen Perspektiven aus nächster Nähe zu erleben.
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Zusammenklang

Klangspuren Schwaz

Stadtmusik Schwaz Knappenmusik Schwaz Trompeter des Tiroler Landeskonservatoriums Musikalische Leitung: Peter Jakober (little beauty), Speak Percussion (March Static) Peter Jakober: little beauty für 88 Bläser (2024), ÖEA / 20’ Thomas Meadowcroft: March Static (2018), ÖEA Zwei Blasorchester, eine Stadt: Schwaz spielt – und das Publikum wandelt frei mittendrin. Die beiden Blasorchester der Stadt Schwaz, die Knappenmusik und die Stadtmusik, bündeln die Kräfte für ein groß angelegtes Projekt. Mehr als 85 Musiker:innen bespielen die großartigen Räume der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt und den Stadtpark Schwaz. Den Auftakt bildet Peter Jakobers little beauty. Hier überlagern sich unzählige individuelle Tempi zu einem vielstimmigen Klangteppich. Wer zwischen den Musiker:innen flaniert, hört anders: Es entstehen persönliche Hörerfahrungen, die sich mit jedem Schritt und jeder neuen Perspektive verändern. Vom Offenen führt der Weg in die Stadtpfarrkirche, wo Thomas Meadowcrofts March Static den Raum übernimmt. Unter der Leitung des australischen Ensembles Speak Percussion umkreisen langsam ziehende Bläsergruppen das Publikum – ein sich stetig wandelndes Klangfeld, das den Kirchenraum akustisch neu vermisst.
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Tagundnachtgleiche

Klangspuren Schwaz

Calefax Reed Quintet Carola Bauckholt: Zugvögel (2011/2012), Fragment / 5’ Heinrich Isaac / Johann Sebastian Bach / Johannes Brahms – Ich muss dich lassen / 7’ (alle Kompositionen basieren auf dem Lied Innsbruck, ich muss dich lassen von H. Isaac) (arr. Raaf Hekkema) Johann Sebastian Bach: Jesu, meine Freude (arr. Raaf Hekkema) / 17’ Daan Manneke: Cantus Fixus (2022) / 13’ Carola Bauckholt: Zugvögel (2011/2012) / 13’ Die Tagundnachtgleiche markiert jene flüchtige Achse, an der Licht und Schatten im Gleichgewicht stehen. In der Stille der Kirche St. Martin wird dieser Moment zu einer Meditation. Das Calefax Reed Quintet – jene legendäre Formation, die das Rohrblatt-Quintett 1985 erfand – ist bekannt für seine unmittelbare, fast pop-affine Spielfreude, die alte und neue Musik unter Hochspannung setzt. Im Zentrum steht ein klanglicher Schatten, der seit 500 Jahren durch die Zeit wandert: Heinrich Isaacs Innsbruck, ich muss dich lassen. Von Bachs Sterbe-Chorälen bis zu Johannes Brahms’ letztem Gruß formt diese Melodie eine Architektur des Abschieds. Einen lichten, hochrhythmischen Gegenpol bildet Bachs Motette „Jesu, meine Freude“: In einem virtuosen Wechselspiel aus Trauer und Trotz entfaltet sie eine fast tänzerische Urgewalt – ein kraftvolles „Dennoch“. Daan Manneke führt mit Cantus Fixus die Kompositionstechnik der alten Meister in zeitgenössischer Klangsprache weiter und wandelt das Hören in ein aktives Durchhören von Zeit- und Klangschichten. Den radikalen Wendepunkt markieren Carola Bauckholts Zugvögel: Hier weicht das menschliche Gefühl der rohen Energie der Natur. Dreizehn Vogelstimmen, täuschend echt imitiert, entfesseln ein klangliches Spektakel, das keine Nostalgie kennt. Es ist ein Aufbruch, der nur dem Instinkt und dem Wind folgt – eine Befreiung vom Abschiedsschmerz im Moment der vollkommenen Balance. Shuttle-Transfer vom Bahnhof Schwaz zur Kirche St. Martin. Rückfahrt nach der Veranstaltung. Anmeldung erforderlich unter tickets@klangspuren.at.
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Gedenke die Zukunft

Klangspuren Schwaz

Claudia Molitor: Gedenke die Zukunft (2026), UA Klangkunstwerk für die Stadt Schwaz Auftragswerk Klangspuren Schwaz Anto Sophia Manhartsberger: Neues Werk (2026) UA Klanginstallation im Turm der Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt Auftragswerk Klangspuren Schwaz Zwei Auftragswerke setzen sich in diesem Jahr intensiv mit der Stadt Schwaz auseinander: Claudia Molitor und Anto Sophia Manhartsberger arbeiten beide mit wachem Blick für Erinnerung und Gegenwart, mit Klängen und Geschichten, die sonst leicht überhört werden. Die deutsch-britische Komponistin und Klangkünstlerin Claudia Molitor, ist in 2026 mehrere Monate in Schwaz als Stadtkünstlerin, wo sie im Auftrag von Klangspuren Schwaz ein neues Werk entwickelt, das sich in verschiedenen Formen realisieren lässt: als Installation, als Soundwalk oder als Performance. Aus Gesprächen, Interviews, Field Recordings und gemeinschaftliche Recherche entsteht das Material: persönliche Erinnerungen von Bewohner:innen der Stadt, prägende Geräusche der Stadt – bilden die Grundlage. Das Projekt versteht Zuhören als Form von Fürsorge über Generationen hinweg. Erinnerungen werden nicht nur bewahrt, sondern als lebendiges Wissen in die Zukunft getragen. So wird „Gedenke die Zukunft“ zu einem kollektiven Prozess, der individuelle Erfahrungen mit gesellschaftlicher Verantwortung verknüpft. Anto Sophia Manhartsberger richtet den Fokus auf ein vertrautes akustisches Zeichen: die Glocken der Stadtpfarrkirche Schwaz. Die Installation spielt mit diesem ikonischen Klang, der früher den Rhythmus des städtischen Lebens bestimmte und heute meist im Hintergrundrauschen verschwindet. Durch gezielt eingespielte Klänge, die mit dem Glockenmotiv verwandt sind und es zugleich verfremden, verschiebt sich die Wahrnehmung des Alltags. Ein scheinbar bekanntes akustisches Signal irritiert plötzlich – und rückt damit wieder ins Bewusstsein. So wird der Stadtraum selbst zu einem Ort des aufmerksamen Hörens, in dem jeder Klang ein mögliches musikalisches Ereignis werden kann.
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Stadt.Klang.Spuren

Klangspuren Schwaz

Was passiert, wenn die Stadt selbst zur Bühne wird? Innsbruck verwandelt sich am 19. September in einen Parcours für musikalische Entdeckungen: Ab 11 Uhr finden an sieben Stationen jeweils zur vollen Stunde 30-minütige Kurzkonzerte statt. Die sorgfältig ausgewählten Orte führen als Route durch die Innenstadt und laden dazu ein, den Konzerten von Station zu Station zu folgen oder ganz spontan auf ein Klangereignis zu treffen. Das Publikum kann alle Stationen nacheinander besuchen; sämtliche Veranstaltungen sind frei zugänglich. Das Programm steht für musikalische Vielfalt und Begegnungen mit zeitgenössischer Musik in unterschiedlichsten Formen. Das Spektrum ist dabei so vielschichtig wie die Stadt selbst: Während bei Florentin Ginot und Germain Zambi tiefe Kontrabass-Klänge auf die physische Rebellion des Krump-Tanzes, bringen das Ensemble konsTellation plus und Windkraft die dichten Strukturen von Julia Wolfe und David Lang direkt auf die Straße, flankiert von der elektrischen Wucht einer Solo-Gitarre und der kraftvollen Präsenz von Brassbands. STADT.KLANG.SPUREN versteht sich nicht als klassisches Konzertformat, sondern als offenes Musikerlebnis im urbanen Raum. Das Konzert ist hier kein abgeschlossener Ort, sondern eine Situation, in die man hineingerät – im Vorbeigehen, beim Verweilen, aus Neugier oder Zufall.
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Concert in the Dark

Klangspuren Schwaz

Zara Ali: Neues Werk für Live-Elektronik (2026), UA / 15’ Corie Rose Soumah: Neues Werk für Live-Elektronik, (2026), UA / 15’ Rojin Shafari: Sinthome für Live Elektronik (2026) / 30’ Ein klanglicher Zustand der Verflechtung, ein komponierter Knoten aus disparaten Klängen – das ist Rojin Sharafis Sinthome. Die iranische Musikerin bezieht sich dabei auf eine Idee des Psychoanalytikers Jacques Lacan. Er bezeichnet damit einen (imaginären) Knoten in der Psyche, der es dem Menschen ermöglicht, Unterschiedliches zu verarbeiten und Genuss zu erleben. Diesen findet Rojin Sharafi insbesondere darin, wenn Härte und Zerbrechlichkeit gleichzeitig in der Musik stattfinden. Leichtfüßig formt sie folkloristische Elemente und abstrakte Geräusche zu einem Klanggebilde, das gar nicht erst entknotet werden will. Zara Ali, die bei Klangspuren u. a. mit ihrem großen Musiktheater Codeborn präsent ist, zeigt sich in der abgedunkelten Clubatmosphäre von einer anderen Seite: Hier öffnet sie dem Publikum Portale in neue, immaterielle Welten. Komplettiert wird der Abend im Zeichen der elektronischen Live-Musik durch eine Performance von Corie Rose Soumah. Die Kanadierin pflegt einen poetischen, intimen Kompositionsstil, in dem kleine Beobachtungen wie große Fragen des Menschseins nebeneinander Platz finden.
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Hier werden sie geboren

Klangspuren Schwaz

Julia Sanjurjo, Ty Bouque, Stimmen Katharina Kurz, Spiros Laskarides, Trompete Pablo Santamaria Navarro, Schlagzeug Tamara Miller: Aquí nacen; poco importa dónde o cómo [Hier werden sie geboren; kaum von Bedeutung wo oder wie] Konzertinstallation für das Rabalderhaus Schwaz (2026), UA Auftragswerk von Klangspuren Schwaz Die Gegenwart ist durchzogen von Spuren der Vergangenheit. Kaum ein Ort in Schwaz bezeugt dies so eindrücklich wie das Rabalderhaus, das noch aus der Bergbauzeit stammt. Hierfür gestaltet die chilenische Komponistin Tamara Miller eine installative musikalische Performance, in der die Zeitebenen verschwimmen. Millers Ausgangspunkt sind die Spuren des Kolonialismus, die bis heute auf Länder, Städte und die Psyche der Bevölkerung einwirken. Aus Lautsprechern tönen Klänge lateinamerikanischer Metropolen, Música criolla – in der sich indigene und spanische Einflüsse mischen – sowie zeitgenössische Popsounds, die nur scheinbar ohne Ballast sind. Fünf Musiker:innen (Stimmen, Trompeten, Schlagzeug) bespielen dazu im Raum verteilte Klanginseln. Die Stimmen und Schritte des Publikums werden live aufgenommen, digital bearbeitet und in den Raum zurückgespielt. So klingt das Haus mit jeder Begehung anders und spannt ein Netzwerk musikalischer Beziehungen zwischen damals, gerade eben noch und dem Hier und Jetzt auf.
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Intimacy

Klangspuren Schwaz

Florentin Ginot, Kontrabass Germain Zambi, Tanz Yann Bouloiseau, Klangregie Florentin Ginot, Germain Zambi: Intimacy (2025), 60’ Doppel-Solo für Musiker und Tänzer Arm Swings, Chest Pops, Stomps – das ist das Vokabular des Krump. Die energetische Tanzform entstand um das Jahr 2000 in der afroamerikanischen Community von Los Angeles und ist eng mit dem Widerstand gegen Polizeigewalt verbunden. Zugleich lässt sich Krump als Liebeserklärung an den eigenen Körper verstehen, der in der Welt sichtbar sein soll – Love is louder! Der kongolesisch-französische Tänzer Germain Zambi ist unter dem Pseudonym JR Sniper ein Star der Krump-Szene. In Intimacy trifft er auf Florentin Ginot, einen der vielseitigsten Kontrabassisten der zeitgenössischen Musik. In einem Doppel-Solo mit Momenten der Verschmelzung tanzt Germain Zambi zu traditioneller Musik aus Galizien, Irland, Schottland und Frankreich, die Ginot behutsam um elektronische Elemente und Klänge der Drehleier erweitert. Die künstlerischen Sprachen mögen unterschiedlicher Herkunft sein – doch eint sie die Freiheit der Struktur, die konzentrierte Präsenz im Augenblick und die Poesie des Körpers.
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Ausschweifen

Klangspuren Schwaz

Ensemble Proton Bern: Bettina Berger, Flöte; Martin Bliggenstorfer, Oboe; Richard Elliot Haynes, Klarinette; Elise Jacoberger Fagott; Coco Schwarz, Tasten/Elektronik; Vera Schnider, Harfe; Maximilian Haft, Violine; Jan-Filip Ťupa, Violoncello Georg Friedrich Haas: Ausschweifen (2025), UA / 50’ Auftragswerk von Ensemble Proton Bern in Kooperation mit Klangspuren Schwaz und Muziekgebouw aan 't IJ Georg Friedrich Haas brach schon immer aus — aus der Tonalität, aus dem Wohlklang und über die Grenzen dessen hinaus, was ein Ensemble leisten kann. Sein neues, einstündiges Werk „Ausschweifen“ (UA) spannt ein symbolisches Dreieck aus drei Klangwelten: schwebende Obertöne auf der Suche nach Transzendenz, dichte mikrotonale Cluster — archaisch, ekstatisch, körperlich — und eine spätromantische Tonalität in Vierteltönen, inspiriert vom fast vergessenen Richard Heinrich Stein (1882–1942). Diese drei Welten suchen keinen Ausgleich. Sie stoßen aufeinander, weichen aus, kehren wieder — eine Klangbewegung, die man weniger hört als spürt. Es ist eine Lautstärke jenseits von Dezibel: nicht das Laute im klassischen Sinn, sondern das, was sich behauptet, was drängt. Das Ensemble Proton Bern kennt sich mit diesen Klangwelten blendend aus.

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