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Aufführungen / Konzert Musik im Riesen Swarovski Kristallwelten Wattens, Kristallweltenstraße 1
Aufführungen / Theater Passionsspielverein Erl Erl, Mühlgraben 56
Aufführungen | Schauspiel

Freiheit in Krähwinkel

Tiroler Landestheater

Wer spielt denn heute das Volk? Diese Frage stellt sich der junge österreichische Regisseur und Autor Moritz Franz Beichl gemeinsam mit dem Ensemble. Er glaubt, so wie Nestroy, «an die Macht der Geschichte» und die Kraft, die davon ausgehen kann. Spielerisch, musikalisch und voll Respekt dem österreichischen Dramatiker Johann Nestroy gegenüber, nähert er sich dem Revolutionsstück über das «Gespenst» Freiheit und setzt auf Qualitäten eines zeitgenössischen Volkstheaters. Krähwinkel, mitsamt seinen Bewohner:innen, kennen wir nicht alle so einen Ort? Regie: Moritz Franz Beichl Bühne & Kostüme: Monika Rovan Livemusik: Stefan Lasko Dramaturgie: Diana Merkel, Elisabeth Schack Übersetzung: Kristoffer Nowak, Pasquale di Filippo Dauer 2 h 15, eine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Als Wappenadler bin ich eine Schildkröte

Tiroler Landestheater

«Als Wappenadler bin ich eine Schildkröte und kann daher kein Schwein sein.» Otto Grünmandl Wie politisch ist das Private und wie menschlich die Öffentlichkeit? Was ist die Wirklichkeit, wenn auf der Theaterbühne öffentlich ­Privates verhandelt wird? Wollen wir nicht alle ab und zu einfach «aus dem Bild steigen»? «höret was erfahrung spricht: hier ists so wie anderswo nichts genaues weiß man nicht dieses aber ebenso» Otto Grünmandl Mit einer dramatisch-musikalischen Textcollage zum 100. Geburtstag des großen Tiroler Satirikers Otto Grünmandl wird unmittelbar klar, welche Aktualität und gesellschaftliche Relevanz sein Werk noch heute hat: verspielt, absurd und humorvoll. Spintisierereien, Suppenrezepte und andere Wahrheiten: In diesem Sinne machen die international erfolgreiche Osttiroler Musicbanda Franui live – gemeinsam mit dem Haller Regisseur Alexander Kratzer und einer Bühneninstallation der Innsbrucker Künstlerin Katharina Cibulka – Grünmandls allgemein gültiges künstlerisches Potenzial auf der großen Bühne sichtbar. «Heraus aus den vier Wänden! Hinaus in die Welt!» Otto Grünmandl Kooperation Forschungsinstitut Brenner-Archiv der Universität Innsbruck Regie: Alexander Kratzer Musikalische ­Leitung: Andreas Schett Komposition: Andreas Schett, Markus Kraler Bühne: Katharina Cibulka Kostüme: Alexia Engl Dramaturgie: Uschi Oberleiter, Elisabeth Schack Livemusik: Musicbanda Franui
Aufführungen | Musiktheater

Fringe Vol. IV: Lorit – Eine Endzeitoper

Tiroler Landestheater

Fringe, das ist allerneuestes Musiktheater, vom Rand ins Zentrum hinein gedacht, grenzüberschreitend und jung! In der mittlerweile vierten Ausgabe des Musiktheaterwettbewerbs kooperieren erstmals das Tiroler Landestheater und die Stiftung Haydn von Bozen und Trient als Auftraggeber:innen für eine Kammeropernproduktion eine:r oder mehrerer Künstler:innen aus der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino. Eine international besetzte Jury wählt das Siegerprojekt des Wettbewerbs aus, dessen besonderes Ziel die Förderung unkonventioneller Musiktheaterproduktionen ist. Die Ausschreibung lief bis April 23. Die Gewinner:innen präsentieren ihre Inszenierung in der Spielzeit 23/24 in Trient, Bozen und Innsbruck. LORIT ist das diesjährige Siegerprojekt des Musiktheaterwettbewerbs Fringe. «Neben der gut durchdachten und zum Nachdenken anregenden Inszenierung», so die Jury, «hat uns sowohl das Thema des Stücks als auch seine Aktualität überzeugt. Ausgehend von der Tradition der Moraldramen greift das Werk die großen Ereignisse, Begebenheiten und Themen der Gegenwart und Zukunft auf.» Die Kammeroper LORIT setzt sich kritisch und satirisch mit den Schattenseiten von überbordendem Tourismus und seinen Folgen auseinander. Angesiedelt in Tirol entwickelt sich die Geschichte rund um fünf – allegorische – Figuren: der Tod, der Fremdenverkehr, der Gottvater der Seilbahnen, die Schöne Landschaft und die Letzte Generation. Am letzten Tag der allerletzten Skisaison der Menschheit sitzen die fünf gemeinsam in einer Gondel. Zwischen brodelnder Hüttengaudi und schleichender Verzweiflung beginnt «das Spiel vom Sterben». Am Ende wird in diesem Ringen zwischen Klimawandel und Krise nur einer bestehen: der Tod. Musikalisch pendelt die Oper zwischen ausgelassenen und apokalyptischen Klanggebilden. Von «A» wie «Arie» bis «Z» wie «Zwiefacher» dekonstruiert der Komponist Marius Binder die gesamte Après-Ski-Verkaufskultur. Ein tiktokähnliches Klanggewitter aus Pop-Songs, Jodelwellen und Schlagerhits prophezeit der alpinen Soundkultur die Selbstzerstörung. Mehr Informationen: www.haydn.it Kooperation Stiftung Haydn von Bozen und Trient 21.1.24 / Teatro SanbàPolis, Trient 23.1.24 / Studio, Stadttheater Bozen 11.2.24 / Kammerspiele, Innsbruck A Night Less Ordinary! Musikalische Leitung: Christoph Huber Musik: Marius Binder Libretto: Robert Prosser Regie: Christina Constanze Polzer Ausstattung: Julia Neuhold Licht: Christina Constanze Polzer, Julia Neuhold Dramaturgie: Alena Pardatscher
Aufführungen | Musiktheater

The Fairy Queen

Tiroler Landestheater

Premiere: 10.2.2024 In dieser spartenübergreifenden Bearbeitung von ­Henry Purcells Semi-Oper aus dem Jahre 1692 überschlagen sich – frei nach dem Shakespeare’schen Original – die Ereignisse und Liebschaften. Regisseurin, Choreografin und Bühnenbildnerin Mirella Weingarten stellt mit den Ensembles aus Musiktheater, Schauspiel, Tanz, dem Tiroler Symphonieorchester Innsbruck, Chor und einer Akrobatin einen philosophisch-sinnenfrohen Sommernachtstraum auf die Bühne des Landestheaters. In der musikalischen Bearbeitung von Albrecht Ziepert trifft Barockmusik auf moderne Electronic-Beats, Märchenwald auf Realität. Wer liebt wen oder wie viele? Ist die Liebe ein Traum, ein flüchtiger Wahn? Und wie sieht es eigentlich mit dem Leben aus? Ist am Ende alles bloß Theater, die Welt ein Reigen von Schatten, das Spiel die einzige Wirklichkeit? Zauberwesen, Masken und Menschen, Götter und betrunkene Dichter, Feen und Herzoge, Esel und Allegorien jagen einander durch die Wälder der Liebe und feiern ihre lebenspendende Magie mit Bild, Tanz und Gesang. Komposition: Albrecht Ziepert Musikalische Leitung: Philipp von Steinaecker Regie & Bühne: Mirella Weingarten Kostüme: Julia Müer, Verena Polkowski Choreografie: Marcel Leemann Dramaturgie: Katharina Duda In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Aufführungen | Tanz

Safe Ground

Tiroler Landestheater

Sicherer Boden gibt uns Halt. Was allerdings Sicherheit ausmacht und wo sie zu finden ist, beruht auf individuellen Empfindungen. Die Mitglieder des Tanzensembles wurden unterschiedlich geprägt – ­biografisch, kulturell, familiär. Der verbindende Faktor ist die kollektive Tätigkeit an einem Ort. Was sind ihre Eindrücke von der neuen Heimat? Wo fühlen sie sich sicher? Was sind ihre Sehnsüchte und Hoffnungen? Ein persönlicher Abend, der ins Innere blickt und unterschiedliche Antworten auf gemeinsame Fragen sucht. Choreografie: Marcel Leemann Proben- und Trainingsleitung: Jacqueline Lopez Bühne & Kostüme: Michael D. Zimmermann Musik: NENDA, Thomas Krug Dramaturgie: Stefan Späti
Aufführungen | Schauspiel

Odyssee

Tiroler Landestheater

Wir sind alle unterwegs – immer. Wir kommen an, setzen unsere Reise fort und verabschieden uns wieder. Bettina Bruinier, die neue Co-Direktorin Schauspiel, beginnt ihre Regiereise in Innsbruck mit der Odyssee von Roland Schimmelpfennig – als multidisziplinäres, partizipatives Projekt gemeinsam mit Tänzer:innen und Musiker:innen und tatkräftiger Unterstützung eines internationalen Bürger:innenchors. Mit dabei ist außerdem ein Überraschungsgast, der seine ganz eigene Sicht auf die Dinge liefert. Eine moderne, brisante Erzählung über Krieg, die Sehnsucht nach Heimat, das Nicht-Ankommen und das Warten. Auf den Spuren Homers formt Roland Schimmelpfennig in seiner rhythmisch-musikalischen, lustvollen Sprache eine moderne europäische Erzählung – tiefsinnig, humorvoll und brachial alltäglich. Wohin wollen wir zurückkehren? Worauf warten wir? Haben wir Angst vor den Aufbrüchen und / oder dem Ankommen? Und was ist eigentlich «die Heimat»? Eine Einladung das JETZT anzunehmen und zu feiern! Regie: Bettina Bruinier Bühne & Video: Ayse Gülsum Özel Kostüme: Justina Klimczyk Komposition & Sounddesign: Kenneth Winkler Musikalische Leitung: Maria Craffonara Choreografie: Marcel Leemann Dramaturgie: Elisabeth Schack, Uschi Oberleiter Dauer: 1 h 45, ohne Pause
Aufführungen | Oper

La Bohème

Tiroler Landestheater

Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach Scènes de la vie de bohème von Henri Murger Ein Abend über den Zauber des Lebens im Zeichen der Vergänglichkeit. Die (Überlebens-)Künstler Rodolfo, Marcello, Schaunard und Colline genießen ihr junges Leben in vollen Zügen. Aber die Mittel sind knapp. Mit viel Fantasie und Taschenspielertricks halten die Freunde sich über Wasser. Weniger leicht haben es die Näherin Mimì und die Verführerin Musetta. Und auch die Liebe zwischen Rodolfo und Mimì steht unter keinem glücklichen Stern: Die junge Frau ist sterbenskrank. Armut und soziale Kälte machen ihre Situation unmöglich. In einer egoistischen Gesellschaft, die den Tod am liebsten ignoriert, scheint das Glück eine flüchtige Illusion zu sein. Und was ist mit der Solidarität? Mit seiner naturalistischen Milieustudie gelang Giacomo Puccini einer der ganz großen Hits der Operngeschichte. Sozialkritik und Gefühlsdrama reichen sich hier nahtlos die eiskalte Hand. Götz-­Friedrich-Preisträgerin Anna Bernreitner zeichnet in ihrer ­ Inszenierung des Klassikers eine eindrückliche Seelenstudie der sterbenskranken Mimì und der um sie hilflos weitertreibenden Welt. Musikalische Leitung: Gerrit Prießnitz Regie: Anna Bernreitner Bühne & Kostüme: Hannah Oellinger & Manfred Rainer Dramaturgie: Katharina Duda, Alena Pardatscher Dauer: 2 h 15, eine Pause In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Aufführungen | Musical

Sunset Boulevard

Tiroler Landestheater

Buch und Gesangstexte von Don Black & Christopher Hampton, basierend auf dem Film von Billy Wilder, Deutsch von Michael Kunze Eine vergessene Stummfilmdiva, ein ehrgeiziger Drehbuchautor, die Heucheleien der Filmindustrie und jede Menge fetzige Musik: Willkommen auf dem Sunset Boulevard! In schöner Verblendung glaubt Norma Desmond noch immer an ihren Weltruhm. Doch in einer Welt aus Pappmaché endet ihre hartnäckige Wirklichkeitsverleugnung schließlich bloß im Mord. Mit großem Orchester und der Musicalikone Maya Hakvoort ist dieser Showklassiker ganz großes Kino! Musikalische Leitung: Hansjörg Sofka Regie: Rudolf Frey Bühne: Luis Graninger Kostüme: Aleksandra Kica Choreografie: Marcel Leemann Video: Aron Kitzig Dramaturgie: Alena Pardatscher Dauer: 2 h 30 inkl. Pause In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln Übernahme der Produktion der Vereinigten Bühnen Bozen
Aufführungen | Schauspiel

Was Ihr Wollt

Tiroler Landestheater

Sein und Schein, Täuschung und Verwechslung: Bei Shakespeare wird verkleidet, versteckt, in die Falle gelockt, in die Falschen verliebt, was das Zeug hält. Mit viel Humor erzählt Anne Mulleners in den Kammerspielen von der Suche nach Identität und blickt dabei unter die komödiantische Oberfläche des Verwechslungsspiels: Brauchen wir weibliche und männliche Anteile in uns, um in der Gesellschaft zu bestehen? Und: Liebt es sich nicht am schönsten und am freisten jenseits aller Schubladen und Geschlechterlabels? Regie: Anne Mulleners Bühne: Vibeke Andersen Kostüme: Chani Lehmann Dramaturgie: Diana Merkel, Elisabeth Schack Dauer: 2 h 30, eine Pause Einführung 20 min vor Vorstellungsbeginn
Aufführungen | Schauspiel

Die Bergbahn

Tiroler Landestheater

Der Bau einer Bergbahn in den Tiroler Bergen führt zu Differenzen zwischen Arbeitern und Baufirma. Die Situation spitzt sich immer mehr zu – bis zum tödlichen Showdown im unwegsamen, stürmischen Gipfelgebiet. Horváths Volksstück wurde 1927 in Hamburg uraufgeführt. Inspiration holte sich der Autor vom Bau der Tiroler Zugspitzbahn von Ehrwald und den Geschichten, die darüber kursierten. Jonas Knecht inszeniert das zeitlos-relevante Sozialdrama über den Klassenkampf und die Kraft der Natur als Livehörspiel. Regie: Jonas Knecht Konzept Raumbühne: ­Elisabeth Vogetseder Sounddesign: Albrecht Ziepert Livemusik: Chris Norz Dramaturgie: Stefan Späti Dauer: 1 h, keine Pause
Aufführungen | Oper

Mazeppa

Tiroler Festspiele Erl

Mit: Mikhail Pirogov, Alexander Rosvalets, Nombuleo Yende u.v.m. Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl Musikalische Leitung: Karsten Januschke Regie: Matthew Wild Bühne & Kostüm: Herbert Murauer Licht: Reinhard Traub Dramaturgie: Max Enderle Maria, die Tochter des Gutsherren Kotschubei, liebt den deutlich älteren General Mazeppa. Nachdem die beiden gegen den Willen von Marias Vater heiraten, entspinnt sich ein erbitterter Machtkampf: Kotschubei klagt Mazeppa beim Zaren wegen Hochverrats an, wird anschließend aber selbst hingerichtet. Als Maria die fatalen Folgen ihrer Liebe erkennt, verfällt sie dem Wahnsinn. Basierend auf einem Poem von Alexander Puschkin, verbindet Tschaikowskis Partitur volksliedhafte Melodien, leidenschaftliche Arien und martialische Orchesterzwischenspiele zu einem atemberaubenden Klangerlebnis. Mit psychologischem Feingefühl zeichnet der Komponist Charaktere, die zunehmend das rechte Maß verlieren: Statt Freundschaft und Mitgefühl regiert schließlich nur noch das Gesetz des Stärkeren.
Aufführungen | Oper

Die Walküre

Tiroler Festspiele Erl

Orchester der Tiroler Festspiele Erl Musikalische Leitung: Erik Nielsen Regie: Brigitte Fassbaender Bühnenbild & Kostüme: Kaspar Glarner Licht: Jan Hartmann Video: Bibi Abel Dramaturgie: Mareike Wink "Wir schreiben in der „Walküre“, dem „ersten Tag“ der Tetralogie von Richard Wagner, die Geschichte des Unterganges der Götterwelt fort. Wotans Verzweiflung und die daraus folgende, bittere Resignation sind im „Rheingold“ zwingend vorgezeichnet, die Brückenschläge zum Geschehen im machtvollen Drama „Walküre“ unüberhörbar. Nicht nur durch Wagners abgehobene Kunstsprache, wenn am Schluss vom „Rheingold“ der Text von Wotan und Loge weit hinaus, bis zur „Götterdämmerung“ weist, sondern auch durch Wagners grandiose Leitmotivik, die in der „Walküre“ Situationen anklingen lässt, die im „Rheingold“ stattgefunden haben. Der seit „ Rheingold“ von Wotan erträumte Held wird in der „Walküre“, zum Leben erweckt und begegnet uns als Siegmund in der leidenschaftlichen, aber unseligen Verbindung mit seiner Zwillingsschwester Sieglinde. Beide von Wotan gezeugt mit einer Frau aus dem Menschengeschlecht der Wälsungen. Dem geopferten Helden Siegmund folgt Siegfried, dessen Heldentum eher fragwürdig bleibt. Auch er verlässt die Welt des „Ringes“, ohne Wotans Traum von Freiheit und Unabhängigkeit erfüllen zu können. Von Wotans 9 Töchtern, den Walküren, ist Brünnhilde, die aus der Beziehung zu Erda entstandene, seine „Wunschmaid“, sein Alter Ego, die Titelfigur dieses ersten, tragisch sich entwickelnden Tages. Wotans Gebot missachtend, kann sie den Tod des von Wotan geopferten Helden Siegmund, ihres Halbbruders, nicht aufhalten und wird vom Göttervater, der ihr ob ihres Ungehorsams die Göttlichkeit entzieht, in die Menschenwelt verbannt, bis Siegfried sie aus der Verbannung erlöst...Und so verzahnt sich die Handlung der Tetralogie weiter und weiter, genial konzipiert von Wagner, der mit seinem „Ring“ ein bahnbrechendes, visionäres, bis in unsere Zeit gültiges Menschheits- und Endzeitdrama geschaffen hat." Mit deutschen und englischen Übertiteln Diese Veranstaltung ist auch im Abo buchbar.
Aufführungen | Oper

Siegfried

Tiroler Festspiele Erl

Orchester der Tiroler Festspiele Erl Musikalische Leitung Erik Nielsen Regie Brigitte Fassbaender Bühnenbild & Kostüme Kaspar Glarner Licht Jan Hartmann Video Bibi Abel Dramaturgie Mareike Wink „Was ist’s mit dem Fürchten?“, fragt Siegfried und rührt damit an den Stein, der den dritten Teil von Wagners „Ring“ ins Rollen bringt. Er selbst ist der Furchtlose, auf den Wotan alias der Wanderer die Hoffnung setzt, den Untergang der Götterwelt doch noch abzuwenden, und mit dessen Hilfe der Zwerg Mime dem Riesen Fafner den rheingoldenen Ring samt Nibelungenschatz abjagen will. Wir werden Siegfrieds Weg, den Wagner in suggestiven, bisweilen fast impressionistischen Klangbildern zeichnet, begleiten und sehen, wohin Furchtlosigkeit und Naivität führen, und was Drachenblut und Vogelstimmen ausrichten können ... Zunächst heißt es für Siegfried und dessen Ziehvater Mime allerdings eine funktionsfähige Waffe schmieden – aus jenen Schwertstücken, die in den tragisch endenden Kampfhandlungen der „Walküre“ geborgen werden konnten. Ausgerechnet die Begegnung mit der titelgebenden Walküre Brünnhilde, die von Wotan für ihren Ungehorsam zum Tiefschlaf auf einem Felsen verdammt wurde, wird Siegfried das Fürchten lehren. Und für einen kurzen Augenblick, in dem Liebe und Furcht eng beieinander liegen, werden Machtstreben, Vertragszwänge und sogar die drohende Götterdämmerung in den Hintergrund geraten. Mit deutschen und englischen Übertiteln Diese Veranstaltung ist auch im Abo buchbar.
Aufführungen | Oper

Götterdämmerung

Tiroler Festspiele Erl

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl Musikalische Leitung: Erik Nielsen Regie: Brigitte Fassbaender Bühnenbild & Kostüme: Kaspar Glarner Licht: Jan Hartmann Video: Bibi Abel Dramaturgie: Mareike Wink Wotans Speer ist zerschlagen, der Schicksalsfaden der Nornen gerissen und der Fluch der Macht ist auf die nächste Generation übergegangen. – Im letzten Teil von Wagners „Ring“-Tetralogie haben Wotans Nachkommen Brünnhilde und Siegfried, die sich im „Siegfried“ gerade erst liebend gefunden haben, immer heftiger mit den fatalen Verstrickungen zu kämpfen, welche sich seit dem Es-Dur-Akkord des „Rheingolds“ vor unseren Augen entfalten. Denn Alberichs Sohn Hagen eifert seinem Vater nach, der einst das Gold aus dem Rhein geraubt hatte: Auch er giert nach dem Ring, dessen Besitzer inzwischen Siegfried und Brünnhilde heißen. Hagen instrumentalisiert seine Halbgeschwister Gunther und Gutrune, um endlich an das ersehnte Schmuckstück zu gelangen. Nun da Fafner tot, Wotan machtlos und Siegfried unwissend ob der Macht des Ringes ist, beschwört Alberich seinen Sohn einmal mehr: „Ich – und du! Wir erben die Welt“. Mit der „Götterdämmerung“ bringen Regisseurin Brigitte Fassbaender und Dirigent Erik Nielsen die Erler Neuproduktion von Wagners Opus magnum zu Ende. Wird die Liebe Lug und Trug standhalten? Wird der Ring, und damit die Macht über die Welt, tatsächlich in die Hände eines Zwerges und seines Sohnes gelangen? Oder findet das Gold am Ende vielleicht doch noch den Weg zurück in den Rhein, wo es so schmerzlich von den Rheintöchtern vermisst wird? Mit deutschen und englischen Übertiteln Diese Veranstaltung ist auch im Abo buchbar.
Aufführungen | Oper

Das Rheingold

Tiroler Festspiele Erl

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl Musikalische Leitung: Erik Nielsen Regie: Brigitte Fassbaender Bühnenbild & Kostüme: Kaspar Glarner Licht: Jan Hartmann Video: Bibi Abel Dramaturgie: Mareike Wink Was ist ein Ring? Ein Ring ist ein Schmuckstück aus Edelmetall, das man am Finger trägt ... Auch der Ring in Wagners Tetralogie ist ein Schmuckstück, aus Raubgold geschmiedet von einer Kreatur, die Wagner „Alberich“ nennt und die sich damit endlose, heillose Macht verschafft, bis Wotan, der Göttervater – von Loges Teufelei geritten – ihm Ring und Macht mit mehr als unlauteren Mitteln abnimmt. Der Ring bleibt Raubgold, noch dazu mit einem wüsten Fluch behaftet, und weitet sich metaphorisch zur Arena, in deren Rund sich überwiegend Geschwisterpaare tummeln, die einander teilweise lieben, teilweise umbringen. Der Obergott all der göttlichen und weniger göttlichen Kontrahenten wird dadurch bis zum Burn-out getrieben. Die ihm verbliebene, ringlose Macht gibt er resignierend dahin, in der Hoffnung auf einen Helden, souverän und frei von jeglichen Zwängen. Der Erwählte ist Siegfried, Wotans Enkel und Frucht eines inzestuösen Liebesrausches. Weit davon entfernt, das intrigante und mörderische Geschehen um sich herum rational zu erfassen, bleibt Siegfried Spielball und Opfer der finsteren Mächte, die sich mit Wotan um die Vorherrschaft in Wagners „Der Ring des Nibelungen“ bemühen. „Vorabend“ nennt Wagner das „Rheingold“ – eine Kriminalkomödie, die den Auftakt zum dreitägigen Bühnenfestspiel bildet. Das Ganze hat das Potential zu bester, aber düsterer Unterhaltung. Eine rauschhafte musikalische Sprache trifft auf ein wortreiches emotionales Geschehen, welches sich an vielfältigen, bildgewaltigen Tatorten ereignet. Wagners Phantasie hat den perfekten Fantasy-Film Hollywoods vorausgeahnt. Wenn es uns gelänge, „Unterhaltung“ auf höchstem Niveau zu bieten, wäre das ein Schmuckstück in der gewaltigen Rezeptionsgeschichte des „Ringes“ ... Mit deutschen und englischen Übertiteln Diese Veranstaltung ist auch im Abo buchbar.
Aufführungen | Oper

Nikolai Rimski-Korsakow: Schneeflöckchen

Tiroler Festspiele Erl

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl Musikalische Leitung: Dmitry Liss Regie: Florentine Klepper Bühnenbild: Wolfgang Menardi Kostüme: Anna Sofia Tuma Licht: Stefan Bolliger Dramaturgie: Mareike Wink König Frost: Frederic Jost Schneeflöckchen: Clara Kim Der Waldgeist: Liam Bonthrone Häusler Bakula: Carlos Cárdenas Zar Barendej: Aaron Cawley Bermata: Frederic Jost Kupawa: Nombulelo Yende Misgir: Danylo Matviienko Snegurotschka, das Schneeflöckchen, sehnt sich danach, den Menschen zu begegnen. Zu verheißungsvoll klingen die Lieder des Hirten Lel, die sie in der Ferne hört. Schließlich geben Mutter Frühlingsfee und Vater Frost dem lang gehegten Wunsch ihrer Tochter nach. Mit den Menschen lernt Snegurotschka auch menschliche Empfindungen kennen – Liebe, Eifersucht, Leidenschaft. Sie begibt sich damit jedoch in höchste Lebensgefahr, denn der Sonnengott Jarilo, der so lange auf sich warten ließ, könnte Rache nehmen und sie als Opfer einfordern. Ein berührender Stoff über verfehlte Liebe und gesellschaftliche Doppelmoral innerhalb eines Systems, das von rigiden Normen und hierarchischen Strukturen gestützt wird. Rimski-Korsakow manifestierte in der 1882 uraufgeführten Oper nicht nur seine Abkehr von nationalhistorischen Stoffen, sondern auch seine Faszination für das Fantastische, für altslawische Rituale und Lebensformen, sowie für eine pantheistische Weltanschauung. Gerade die mythischen Züge und die Verwurzelung in der russischen Folklore waren es, die den Komponisten an Alexander Ostrowskis gleichnamigem Märchendrama als Textvorlage für seine Oper reizten. In einer elaborierten Partitur kombiniert Rimski-Korsakow den Rückbezug auf russische Volksmusik, die er ab 1875 systematisch sammelte, mit einer innovativen Orchestrierung. Dabei entfaltet er das Gefühlsleben der Figuren in zu Herzen gehenden Arien und stellt ihnen archaische Chöre gegenüber. So entwickelt Rimski-Korsakows Werk einen ganz eigenen musikalischen Sog, in dem sich Tradition und Moderne verbinden. In russischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Aufführungen | Oper

Adolphe Adam: Le Postillon de Lonjumeau

Tiroler Festspiele Erl

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl Musikalische Leitung: Beomseok Yi Regie: Hans Walter Richter Bühnenbild und Kostüme: Kaspar Glarner Licht: Jakob Bogensperger Choreografie: Gabriel Wanka Chapelou / Saint Pahr: Pietro Adaini Madeleine: Monika Buczkowska Bijou: Joel Allison Marquis de Corcy: Dennis Chmelensky Bourdon: Nicolas Legoux Rose: Gabriel Wanka Louis XV: Wolfgang Gerold Während seiner eigenen Hochzeitsfeier erhält der Postillion Chapelou ein Angebot, das er nicht ausschlagen kann: Der Intendant der Königlichen Oper hat seine Stimme gehört und sagt ihm eine glänzende Zukunft als Sänger in Paris voraus. Er überredet den Frischvermählten, noch am selben Tag mit ihm dorthin abzureisen. Wie reagiert Chapelous Ehefrau Madeleine? Winkt dem Postillion tatsächlich die große Gesangskarriere? Und werden sich die Brautleute wiedersehen? – Adolphe Adams spritzige Opéra-comique war bereits kurz nach ihrer erfolgreichen Pariser Uraufführung 1836 ein internationaler Kassenschlager: Man pfiff die eingängigen Melodien und erzählte sich die Pointen der gesprochenen Dialoge auf den Straßen der europäischen Hauptstädte, selbst Richard Wagner sang hin und wieder das berühmte „Postillion-Lied“ vor sich hin, wenn er nachts nicht schlafen konnte. Mit Pietro Adaini in der Partie des „Hohen-D-Tenors“ Chapelou und Monika Buczkowska als Madeleine ist dieses gute Laune-Stück nun in Erl wiederzuentdecken.
Aufführungen | Tanz

Die vier Jahreszeiten

Tiroler Landestheater

Recomposed by Max Richter: Vivaldi – The Four Seasons Im Herbst reisen zahlreiche Vogelschwärme südwärts. Sie folgen ihrem Instinkt, geführt vom Kreislauf der Jahreszeiten. Wie die Vögel sind wir Menschen von dessen Kraft und Dynamik abhängig. Doch die Struktur von Frühling, Sommer, Herbst und Winter, die uns so vertraut ist, befindet sich im Wandel. In seiner ersten Choreografie für Innsbruck schickt Marcel Leemann die Tänzer:innen zu Max Richters Version von Vivaldis Musik auf eine Reise durch einen zyklischen Bilderbogen. Es kommt zur Auseinandersetzung mit der Natur, geprägt von menschlichen Bestimmungen wie Lieben, Bekämpfen, Finden, Verlieren und dem Umgang mit Vergänglichkeit. Stillstand ist nicht möglich – wie ein Vogelschwarm am Himmel bewegt sich die Gruppe in eine unbekannte Zukunft. Eine besondere Zusammenarbeit beflügelt diese Produktion: Armin Wolf, ZiB 2-Anchorman und gebürtiger Innsbrucker, ist dem Geschehen auf der Bühne per Videoaufnahme zugeschaltet. Choreografie: Marcel Leemann Bühne: Vincent Mesnaritsch Kostüme: Aleksandra Kica Musikalisches Arrangement: Silas Bieri Dramaturgie: Stefan Späti
Aufführungen | Schauspiel

Creation (Pictures for Dorian)

Tiroler Landestheater

«Den Zuschauer, nicht das Leben, zeigt die Kunst im Spiegelbilde.» Oscar Wilde, Das Bildnis des Dorian Gray Wer bestimmt, was schön ist? Die Künstler:innen von Gob Squad, die seit 30 Jahren die Theater der Welt bespielen, treffen auf lokale Performer:innen und Ensemblespieler:innen der jeweils älteren und jüngeren Generation. Mit dem Ziel, gemeinsam in und hinter den Spiegel der Eitelkeiten zu blicken, entwerfen sie Bilder zu Fragen von Schönheit, Moral, Altern und Macht – und hinterfragen, warum sie alle den Blick der Öffentlichkeit so sehr begehren. Konzept & Regie Gob Squad Arts Collective (Johanna Freiburg, Sean Patten, Sharon Smith, Berit Stumpf, Sarah Thom, Bastian Trost & Simon Will)
Aufführungen | Musiktheater

Liederabend: Sing Me Not a Ballad

Tiroler Landestheater

Die renommierte Schauspielerin Birgit Minichmayr und der vielseitige Musiker Martin Siewert präsentieren Lieder von Bertolt Brecht und Kurt Weill. Mit ihrem ganz persönlichen, rauen Timbre spürt Minichmayr deren bedeutendster Interpretin nach: der großen österreichischen Schauspielerin und Sängerin Lotte Lenya – nicht Muse, sondern Partnerin, Mitschöpferin des engagierten Theaters. Hier darf alles zur Sprache kommen: Männerfantasien und Frauenrollen, Ausbeutung, Krieg, Vertreibung und die Katastrophen der Moderne werden mit Wut, Spott, Spaß und Ironie bedacht. Kooperation Klangspuren Schwaz Gesang & Text: Birgit Minichmayr Livemusik: ­Martin Siewert Video: Herwig Weiser Dauer ca. 90 Minuten

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