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Ereignisse / Festival Klangspuren Schwaz Tirol 5. bis 22.9.2024
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Aufführungen | Musiktheater

Liebesgesang

Klangspuren Schwaz

Mimi Doulton, Stimme – Sie Benjamin Chamandy, Stimme – Er Hansjörg Sofka & Stefan Politzka, Musikalische Leitung Marcos Darbyshire, Regie Martin Hickmann, Bühne, Kostüme Anselm Fischer, Video, Lichtdesign Katharina Duda, Dramaturgie Oper von Georg Friedrich Haas (2022), ÖEA Händl Klaus Libretto Ein Raum, ein Paar, ein langer Moment, in dem zwei Menschen um Sprache ringen, um ihre Liebe – wie sie war, wie sie noch und wie sie nicht mehr ist. Eine verschwiegene Krankheit, Glück und Verletzun­gen, Erinnerungen, Bilder, Trümmer, Silben verdichten sich zu einer rauschhaften Begegnung. Der österreichische Komponist Georg Friedrich Haas und der Librettist Händl Klaus loten in ihrer Oper Liebesgesang die unendlichen Nuancen einer Beziehung aus. Eine beinahe alltägliche Situation wird hier in ihren mikroskopischen Extremen hörbar. Genauso extrem ist die Aufführungssituation: Mit nichts als ihren Stimmen, ohne Orchester oder Dirigent:in, fächern eine Sängerin und ein Sänger das musikalisch­ literarische Prisma der Partitur zu einem intensiven Gefühlsdrama von höchster Genauigkeit und ebenso großer Freiheit auf. Der argentinische Regisseur Marcos Darbyshire gibt sein Hausdebüt in den Kammerspielen und wagt sich mit seinem Team in die Extreme der menschlichen Seele. Kooperation mit Tiroler Landestheater
Aufführungen | Schauspiel

Herkunft

Tiroler Landestheater

Saša Stanišić beschreibt in seinem Roman Herkunft eindrücklich, was eine unfreiwillige Übersiedlung in die Fremde mit sich bringt und welche Barrieren sich auftun. Als Kriegsflüchtling aus dem ehemaligen Jugoslawien kam er als Jugendlicher nach Heidelberg. In seinem Roman teilt Stanišić seine Erinnerungen an Kindheit, Familie, Flucht und Neuanfang. 2019 erhielt er dafür den deutschen Buchpreis. Jasmina Hadžiahmetović, Co-Direktorin Musiktheater am ­Tiroler Landestheater und gebürtige Bosnierin, übernimmt die Inszenierung der Romanadaption. Ihre eigene Biografie weist prägnante Ähnlichkeiten mit Stanišićs auf. Beide mussten 1992 ihre Heimat verlassen und flüchteten nach Deutschland. Beide waren damals 14 Jahre alt, ihre Geburtstage liegen nur zwei Monate auseinander, und beide haben sich in der neuen Heimat eine erfolgreiche Existenz aufgebaut. Regie: Jasmina Hadžiahmetović Bühne & Kostüme: Jan Freese Livemusik: Merima Ključo Dramaturgie: Stefan Späti
Aufführungen | Musiktheater

Peter Pan – The Dark Side

Tiroler Landestheater

Libretto von Sir David Pountney In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln Peter Pan, aber ganz ohne Disney und eher nicht für kleine Kinder! Diese Oper des Tiroler Komponisten Wolfgang Mitterer mit einem Libretto von Sir David Pountney breitet die dunkle Seite der bekannten Pan-Geschichte in suggestiven Klangfarben aus. Liebe und Gewalt, Kindesmissbrauch, Exzess und Realitätsverlust stürzen Wendy und ihre Geschwister in einen Strudel düsterer Fantasie. Mit echt britisch-österreichischem Humor entwirft Mitterer eine Klanglandschaft mit doppeltem Boden: Bewusstes und Unbewusstes ziehen wie an einem Gummiband – bald heiter, bald bedrohlich – an Publikum und Figuren. Aber auch die Abenteuerlustigen kommen auf ihre Kosten. Ob promiskuitive Feen oder das unabdingliche Krokodil: Hier ist für alle was dabei! Auftragswerk der Stiftung Haydn von Bozen und Trient gefördert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung / Koproduktion Stiftung Haydn von Bozen und Trient Musikalische Leitung Timothy Redmond Regie: Daisy Evans Bühne & Kostüme: Loren Elstein Lichtdesign: Jake Wiltshire Dramaturgie: Alena Pardatscher
Aufführungen | Schauspiel

Meine geniale Freundin

Tiroler Landestheater

Großes Kino im [K2], dramatisch und ­grenzenlos: Die ­neapoli­tanische Saga auf der Theaterbühne! Der weltweite Bestseller beschreibt die Geschichte von Lila und Elena – sechs Jahrzehnte lang. Es ist ein Epos über die Macht und Kraft einer Freundschaft, rettend, zerstörerisch und weltverändernd! Die Regisseurin Blanka Rádóczy nähert sich mit vielen Emotionen in der ersten Folge dem Geheimnis der ambivalenten Heldinnen. Regie: Blanka Rádóczy Bühne: Elisabeth Vogetseder Dramaturgie: Natalie Baudy
Aufführungen | Tanz

Sonne

Tiroler Landestheater

Rund achteinhalb Minuten braucht das Sonnenlicht, bis es unseren Planeten erreicht. Die Sonne wird geliebt und verehrt aber zunehmend auch als bedrohlich und aggressiv wahrgenommen. Die Choreografin und Performerin Doris Uhlich widmet diesem Himmelskörper, der Existenzen ebenso ermöglicht wie zerstören kann, eine Sonnenschau, in der sie gemeinsam mit dem Kinderchor des Landestheaters physikalische, künstlerische und kulturgeschichtliche Dimensionen miteinander verknüpft. SONNE bildet den Höhepunkt einer Personale von Doris Uhlich. In Zusammenarbeit mit dem Tiroler Landestheater baut sich diese über die ganze Stadt auf – als Site Specific Performance genauso wie als Workshop. Koproduktion Festspielhaus St. Pölten, Volkstheater Wien, Theater Rampe Stuttgart und insert Tanz und Performance GmbH /  Personale Doris Uhlich Koproduktion INNSBRUCK INTERNATIONAL. Biennial of the Arts 2024 Konzept, ­Choreografie: Doris Uhlich Performance: Doris Uhlich, Kinderchor des TLT DJ / Sound: Boris Kopeinig Dramaturgie: Elisabeth Schack
Aufführungen | Tanz

All Too Well

Tiroler Landestheater

Die Tanzcompany Alleyne Dance wurde von den Choreografinnen, ­Tänzerinnen und Zwillingsschwestern Kristina und Sadé Alleyne aus London gegründet. Für das Stück All Too Well erforschen sie gemeinsam mit dem Tanzensemble Rituale und Traditionen rund um die Wasserbeschaffung, die für viele ­ Menschen weltweit täglich große Opfer, Anstrengungen und Gefahren bedeutet. Der Tanzstil von Alleyne Dance steht für lyrische, fließende Bewegungen, die sich in Kombination mit Rhythmus in körperlich und emotional kraftvolle Darbietungen steigern. Konzept & Choreografie: Alleyne Dance Bühne & Kostüme: Andrea Kuprian Musik: Giuliano Modarelli Dramaturgie: Stefan Späti Dauer: ca. 60 Minuten, keine Pause
Aufführungen | Musiktheater

Le nozze di Figaro

Tiroler Landestheater

Libretto von Lorenzo Da Ponte nach La folle journée ou le mariage de Figaro von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais Die Welt steht auf dem Kopf und die Revolution ins Haus! Aufgebracht über den schamlosen Machtmissbrauch des Grafen Almaviva ersinnen sein Diener Figaro, die Gräfin und ihre Kammerzofe Susanna einen Reigen von Intrigen, um den aristokratischen Schwerenöter bloßzustellen. Dazwischen funkt das gesamte Schlosspersonal von ungehaltenen Advokaten über Gesangslehrer, Gärtner, Bauernmädchen und alte Schreckschrauben bis hin zum allzeit verliebten Pagen Cherubino. Ein turbulent komischer Spaß mit fataler Stoßrichtung! Nur die Kraft der Vergebung rettet zum Schluss das gute Ende. Am Vorabend der Französischen Revolution beschwören Mozart und sein Librettist Da Ponte hier die Gleichheit aller Menschen in ihrem Streben nach Glück, wenn in einem kurzen utopischen Moment die Gegensätze von Stand, Geschlecht, Klasse, Herkunft, Raum und Zeit verschwinden. Eine Konzeptübernahme der Produktion des Nationaltheaters Mannheim und des Nationaltheaters Prag Musikalische Leitung: Michael Wendeberg Regie: Barbora ­Horáková Bühne: Falko Herold Kostüme.: Nicole von Graevenitz Dramaturgie: Diana Merkel In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Aufführungen | Schauspiel

Amore Tricolore

Tiroler Landestheater

Brütende Hitze auf der Piazza – da tun sich Sehnsüchte auf: nach Meer, Strand und Dolce Vita – so wie in Adriano Celentanos Azzurro. Im sommerlichen Flirren lösen sich Raum und Zeit auf. Was dagegen hilft? Ein Aperitivo, Pizza, Pasta und la musica! Lassen Sie sich von der italienischen Lebensfreude anstecken und von Greta Marcolongo und ihrer Band entführen. Rund um beliebte Italo-Songs und Canzoni erwarten Sie spannende Geschichten und vor allem: viel Gefühl! Musikalische Leitung: Roberto Tubaro Regie: Bettina Bruinier Bühne & Kostüme: Michael D. Zimmermann Choreografie: Marcel Leemann Musikalische Einstudierung: Roberto Tubaro Dramaturgie: Irene Girkinger, Katharina Duda Dauer: ca. 2 h, eine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Café Schindler

Tiroler Landestheater

Eine außergewöhnliche Geschichte, die zwei Jahrhunderte, zwei Weltkriege und ein Familienunternehmen umspannt Das legendäre Café Schindler wurde 1922 gegründet und schnell zum pulsierenden sozialen Zentrum von Innsbruck – bis die Nazis kamen. Es ist die Geschichte von Enteignung und Vertreibung, vom Holocaust in Tirol und auch eine persönliche Spurensuche. Diese zutiefst berührende Bearbeitung einer Familiengeschichte für die Bühne – präzise recherchiert und poetisch erzählt von Meriel Schindler – nimmt das Publikum auf eine emotionale Entdeckungsreise mit und lässt die Geschichte der Jüd:innen der Habsburgermonarchie lebendig werden. Wie präsent ist der Umgang mit dem jüdischen Erbe in Tirol und wie sichtbar ist es heute in Innsbruck? In Kooperation mit Einrichtungen der Stadt wird ein intensiver Rechercheprozess die Dramatisierung des Romans begleiten. Dokumentarisches Material, Originaltöne von zahlreichen Zeitzeug:innen und musikalische Referenzen flankieren die theatrale Umsetzung. Regie: Jessica Glause Musik: Eva Jantschitsch Bühne & Kostüme: Mai Gogishvili Dramaturgie: Veronika Maurer, Elisabeth Schack Kooperation Israelitische Kultusgemeinde für Tirol und ­Vorarlberg, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Stadtarchiv / Stadtmuseum Innsbruck, Das Schindler Dauer: 1 h 40, ohne Pause
Aufführungen | Musiktheater

Des Simplicius Simplicissimus Jugend

Tiroler Landestheater

Idee und Szenarium ­von ­Hermann Scherchen, Text von ­Wolfgang Petzet und Karl ­Amadeus Hartmann  «Überauß lustig und maenniglich nutzlich zu lesen» sei die Geschichte vom heiligen Toren Simplicius, meint sein Erfinder, der Autor Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen. Ein einfältiges, womöglich adeliges Findelkind erlebt die Gräuel des 30-jährigen Krieges, wird selbst zum Soldaten, Forscher, Scharlatan und Galeerensklaven, bereist die marode «beste aller möglichen Welten» und geht am Ende als Einsiedler in den Wald. Der Komponist Karl Amadeus Hartmann nahm diesen Klassiker der deutschsprachigen Literatur als Vorlage für seine nach dem Titelhelden benannte Kammeroper. Entstanden für die Schublade im Zweiten Weltkrieg, ist dieses Werk ein Zeugnis aus der inneren Emigration, ein beeindruckendes Manifest wider die Grausamkeiten des Krieges. Starregisseurin Eva-Maria Höckmayr inszeniert Hartmanns pessimistischen Blick auf den Verlust der Zivilisation als Salto Mortale in die Abgründe der menschlichen Seele. Musikalische Leitung: Hansjörg Sofka Regie: Eva-Maria Höckmayr Bühne & Kostüme: Ralph Zeger Dramaturgie: Diana Merkel, Andreas Karl In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln
Aufführungen | Tanz

Stabat Mater & Les Noces

Tiroler Landestheater

Dieser Doppelabend mit dem Tanzensemble, dem Tiroler Symphonieorchester Innsbruck, Gesangssolist:innen und dem Opernchor trägt die Handschrift eines der ­renommiertesten Choreografen unserer Zeit: Edward Clug kreierte unter ­anderem Stücke für das Stuttgarter Ballett, das Zürcher ­Ballett, das Wiener Staatsballett und das Nederlands Dans Theater. In seiner Interpretation von Pergolesis Stabat Mater stellt Clug vor dem Hintergrund des Leidens der Heiligen Maria während Jesus’ Kreuzigung einen Bezug zu tradierten biblischen ­Bildern her. Gleichzeitig reflektiert er, nicht ohne Ironie, unser heutiges Verständnis der Beziehung zwischen Mutter und Sohn. Les Noces (Die Hochzeit) konfrontiert zwei junge Menschen vom Land mit den Herausforderungen der Hochzeitsnacht. Zögerlich, wenngleich neugierig, lassen sie sich auf dieses Ritual des Erwachsenwerdens ein, angetrieben von der erwartungsfrohen Dorfgemeinschaft. Clug setzt Strawinskys folkloristisches Libretto mit viel Tempo, Dynamik und Humor um. Musikalische Leitung: Matthew Toogood Musikalische Leitung (3.5., 26.5., 31.5.): Gerrit Prießnitz Choreografie: Edward Clug Einstudierung: Gaj Žmavc Bühne & Kostüme Stabat Mater: Jordi Roig Bühne Les Noces: Marko Japelj Kostüme Les Noces: Leo Kulaš Licht: Tomaž Premzl
Aufführungen | Musiktheater

La Bohème

Tiroler Landestheater

Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach Scènes de la vie de bohème von Henri Murger Ein Abend über den Zauber des Lebens im Zeichen der Vergänglichkeit. Die (Überlebens-)Künstler Rodolfo, Marcello, Schaunard und Colline genießen ihr junges Leben in vollen Zügen. Aber die Mittel sind knapp. Mit viel Fantasie und Taschenspielertricks halten die Freunde sich über Wasser. Weniger leicht haben es die Näherin Mimì und die Verführerin Musetta. Und auch die Liebe zwischen Rodolfo und Mimì steht unter keinem glücklichen Stern: Die junge Frau ist sterbenskrank. Armut und soziale Kälte machen ihre Situation unmöglich. In einer egoistischen Gesellschaft, die den Tod am liebsten ignoriert, scheint das Glück eine flüchtige Illusion zu sein. Und was ist mit der Solidarität? Mit seiner naturalistischen Milieustudie gelang Giacomo Puccini einer der ganz großen Hits der Operngeschichte. Sozialkritik und Gefühlsdrama reichen sich hier nahtlos die eiskalte Hand. Götz-­Friedrich-Preisträgerin Anna Bernreitner zeichnet in ihrer ­ Inszenierung des Klassikers eine eindrückliche Seelenstudie der sterbenskranken Mimì und der um sie hilflos weitertreibenden Welt. Musikalische Leitung: Gerrit Prießnitz Regie: Anna Bernreitner Bühne & Kostüme: Hannah Oellinger & Manfred Rainer Dramaturgie: Katharina Duda, Alena Pardatscher Dauer: 2 h 15, eine Pause In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Aufführungen | Schauspiel

Als Wappenadler bin ich eine Schildkröte

Tiroler Landestheater

«Als Wappenadler bin ich eine Schildkröte und kann daher kein Schwein sein.» Otto Grünmandl Wie politisch ist das Private und wie menschlich die Öffentlichkeit? Was ist die Wirklichkeit, wenn auf der Theaterbühne öffentlich ­Privates verhandelt wird? Wollen wir nicht alle ab und zu einfach «aus dem Bild steigen»? «höret was erfahrung spricht: hier ists so wie anderswo nichts genaues weiß man nicht dieses aber ebenso» Otto Grünmandl Mit einer dramatisch-musikalischen Textcollage zum 100. Geburtstag des großen Tiroler Satirikers Otto Grünmandl wird unmittelbar klar, welche Aktualität und gesellschaftliche Relevanz sein Werk noch heute hat: verspielt, absurd und humorvoll. Spintisierereien, Suppenrezepte und andere Wahrheiten: In diesem Sinne machen die international erfolgreiche Osttiroler Musicbanda Franui live – gemeinsam mit dem Haller Regisseur Alexander Kratzer und einer Bühneninstallation der Innsbrucker Künstlerin Katharina Cibulka – Grünmandls allgemein gültiges künstlerisches Potenzial auf der großen Bühne sichtbar. «Heraus aus den vier Wänden! Hinaus in die Welt!» Otto Grünmandl Kooperation Forschungsinstitut Brenner-Archiv der Universität Innsbruck Regie: Alexander Kratzer Musikalische ­Leitung: Andreas Schett Komposition: Andreas Schett, Markus Kraler Bühne: Katharina Cibulka Kostüme: Alexia Engl Dramaturgie: Uschi Oberleiter, Elisabeth Schack Livemusik: Musicbanda Franui Dauer 2 h, ohne Pause
Aufführungen | Musiktheater

The Fairy Queen

Tiroler Landestheater

In dieser spartenübergreifenden Bearbeitung von ­Henry Purcells Semi-Oper aus dem Jahre 1692 überschlagen sich – frei nach dem Shakespeare’schen Original – die Ereignisse und Liebschaften. Regisseurin, Choreografin und Bühnenbildnerin Mirella Weingarten stellt mit den Ensembles aus Musiktheater, Schauspiel, Tanz, dem Tiroler Symphonieorchester Innsbruck, Chor und einer Akrobatin einen philosophisch-sinnenfrohen Sommernachtstraum auf die Bühne des Landestheaters. In der musikalischen Bearbeitung von Albrecht Ziepert trifft Barockmusik auf moderne Electronic-Beats, Märchenwald auf Realität. Wer liebt wen oder wie viele? Ist die Liebe ein Traum, ein flüchtiger Wahn? Und wie sieht es eigentlich mit dem Leben aus? Ist am Ende alles bloß Theater, die Welt ein Reigen von Schatten, das Spiel die einzige Wirklichkeit? Zauberwesen, Masken und Menschen, Götter und betrunkene Dichter, Feen und Herzoge, Esel und Allegorien jagen einander durch die Wälder der Liebe und feiern ihre lebenspendende Magie mit Bild, Tanz und Gesang. Komposition: Albrecht Ziepert Musikalische Leitung: Philipp von Steinaecker Regie & Bühne: Mirella Weingarten Kostüme: Julia Müer, Verena Polkowski Choreografie: Marcel Leemann Dramaturgie: Katharina Duda In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln Dauer ca. 90 Minuten ohne Pause
Aufführungen | Schauspiel

Freiheit in Krähwinkel

Tiroler Landestheater

Wer spielt denn heute das Volk? Diese Frage stellt sich der junge österreichische Regisseur und Autor Moritz Franz Beichl gemeinsam mit dem Ensemble. Er glaubt, so wie Nestroy, «an die Macht der Geschichte» und die Kraft, die davon ausgehen kann. Spielerisch, musikalisch und voll Respekt dem österreichischen Dramatiker Johann Nestroy gegenüber, nähert er sich dem Revolutionsstück über das «Gespenst» Freiheit und setzt auf Qualitäten eines zeitgenössischen Volkstheaters. Krähwinkel, mitsamt seinen Bewohner:innen, kennen wir nicht alle so einen Ort? Regie: Moritz Franz Beichl Bühne & Kostüme: Monika Rovan Livemusik: Stefan Lasko Dramaturgie: Diana Merkel, Elisabeth Schack Übersetzung: Kristoffer Nowak, Pasquale di Filippo Dauer 2 h 15, eine Pause
Aufführungen | Musiktheater

Fringe Vol. IV: Lorit – Eine Endzeitoper

Tiroler Landestheater

Fringe, das ist allerneuestes Musiktheater, vom Rand ins Zentrum hinein gedacht, grenzüberschreitend und jung! In der mittlerweile vierten Ausgabe des Musiktheaterwettbewerbs kooperieren erstmals das Tiroler Landestheater und die Stiftung Haydn von Bozen und Trient als Auftraggeber:innen für eine Kammeropernproduktion eine:r oder mehrerer Künstler:innen aus der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino. Eine international besetzte Jury wählt das Siegerprojekt des Wettbewerbs aus, dessen besonderes Ziel die Förderung unkonventioneller Musiktheaterproduktionen ist. Die Ausschreibung lief bis April 23. Die Gewinner:innen präsentieren ihre Inszenierung in der Spielzeit 23/24 in Trient, Bozen und Innsbruck. LORIT ist das diesjährige Siegerprojekt des Musiktheaterwettbewerbs Fringe. «Neben der gut durchdachten und zum Nachdenken anregenden Inszenierung», so die Jury, «hat uns sowohl das Thema des Stücks als auch seine Aktualität überzeugt. Ausgehend von der Tradition der Moraldramen greift das Werk die großen Ereignisse, Begebenheiten und Themen der Gegenwart und Zukunft auf.» Die Kammeroper LORIT setzt sich kritisch und satirisch mit den Schattenseiten von überbordendem Tourismus und seinen Folgen auseinander. Angesiedelt in Tirol entwickelt sich die Geschichte rund um fünf – allegorische – Figuren: der Tod, der Fremdenverkehr, der Gottvater der Seilbahnen, die Schöne Landschaft und die Letzte Generation. Am letzten Tag der allerletzten Skisaison der Menschheit sitzen die fünf gemeinsam in einer Gondel. Zwischen brodelnder Hüttengaudi und schleichender Verzweiflung beginnt «das Spiel vom Sterben». Am Ende wird in diesem Ringen zwischen Klimawandel und Krise nur einer bestehen: der Tod. Musikalisch pendelt die Oper zwischen ausgelassenen und apokalyptischen Klanggebilden. Von «A» wie «Arie» bis «Z» wie «Zwiefacher» dekonstruiert der Komponist Marius Binder die gesamte Après-Ski-Verkaufskultur. Ein tiktokähnliches Klanggewitter aus Pop-Songs, Jodelwellen und Schlagerhits prophezeit der alpinen Soundkultur die Selbstzerstörung. Mehr Informationen: www.haydn.it Kooperation Stiftung Haydn von Bozen und Trient 21.1.24 / Teatro SanbàPolis, Trient 23.1.24 / Studio, Stadttheater Bozen 11.2.24 / Kammerspiele, Innsbruck A Night Less Ordinary! Musikalische Leitung: Christoph Huber Musik: Marius Binder Libretto: Robert Prosser Regie: Christina Constanze Polzer Ausstattung: Julia Neuhold Licht: Christina Constanze Polzer, Julia Neuhold Dramaturgie: Alena Pardatscher
Aufführungen | Tanz

Safe Ground

Tiroler Landestheater

Sicherer Boden gibt uns Halt. Was allerdings Sicherheit ausmacht und wo sie zu finden ist, beruht auf individuellen Empfindungen. Die Mitglieder des Tanzensembles wurden unterschiedlich geprägt – ­biografisch, kulturell, familiär. Der verbindende Faktor ist die kollektive Tätigkeit an einem Ort. Was sind ihre Eindrücke von der neuen Heimat? Wo fühlen sie sich sicher? Was sind ihre Sehnsüchte und Hoffnungen? Ein persönlicher Abend, der ins Innere blickt und unterschiedliche Antworten auf gemeinsame Fragen sucht. Choreografie: Marcel Leemann Proben- und Trainingsleitung: Jacqueline Lopez Bühne & Kostüme: Michael D. Zimmermann Musik: NENDA, Thomas Krug Dramaturgie: Stefan Späti
Aufführungen | Schauspiel

Odyssee

Tiroler Landestheater

Wir sind alle unterwegs – immer. Wir kommen an, setzen unsere Reise fort und verabschieden uns wieder. Bettina Bruinier, die neue Co-Direktorin Schauspiel, beginnt ihre Regiereise in Innsbruck mit der Odyssee von Roland Schimmelpfennig – als multidisziplinäres, partizipatives Projekt gemeinsam mit Tänzer:innen und Musiker:innen und tatkräftiger Unterstützung eines internationalen Bürger:innenchors. Mit dabei ist außerdem ein Überraschungsgast, der seine ganz eigene Sicht auf die Dinge liefert. Eine moderne, brisante Erzählung über Krieg, die Sehnsucht nach Heimat, das Nicht-Ankommen und das Warten. Auf den Spuren Homers formt Roland Schimmelpfennig in seiner rhythmisch-musikalischen, lustvollen Sprache eine moderne europäische Erzählung – tiefsinnig, humorvoll und brachial alltäglich. Wohin wollen wir zurückkehren? Worauf warten wir? Haben wir Angst vor den Aufbrüchen und / oder dem Ankommen? Und was ist eigentlich «die Heimat»? Eine Einladung das JETZT anzunehmen und zu feiern! Regie: Bettina Bruinier Bühne & Video: Ayse Gülsum Özel Kostüme: Justina Klimczyk Komposition & Sounddesign: Kenneth Winkler Musikalische Leitung: Maria Craffonara Choreografie: Marcel Leemann Dramaturgie: Elisabeth Schack, Uschi Oberleiter Dauer: 1 h 45, ohne Pause
Aufführungen | Musical

Sunset Boulevard

Tiroler Landestheater

Buch und Gesangstexte von Don Black & Christopher Hampton, basierend auf dem Film von Billy Wilder, Deutsch von Michael Kunze Eine vergessene Stummfilmdiva, ein ehrgeiziger Drehbuchautor, die Heucheleien der Filmindustrie und jede Menge fetzige Musik: Willkommen auf dem Sunset Boulevard! In schöner Verblendung glaubt Norma Desmond noch immer an ihren Weltruhm. Doch in einer Welt aus Pappmaché endet ihre hartnäckige Wirklichkeitsverleugnung schließlich bloß im Mord. Mit großem Orchester und der Musicalikone Maya Hakvoort ist dieser Showklassiker ganz großes Kino! Musikalische Leitung: Hansjörg Sofka Regie: Rudolf Frey Bühne: Luis Graninger Kostüme: Aleksandra Kica Choreografie: Marcel Leemann Video: Aron Kitzig Dramaturgie: Alena Pardatscher Dauer: 2 h 30 inkl. Pause In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln Übernahme der Produktion der Vereinigten Bühnen Bozen
Aufführungen | Schauspiel

Was Ihr Wollt

Tiroler Landestheater

Sein und Schein, Täuschung und Verwechslung: Bei Shakespeare wird verkleidet, versteckt, in die Falle gelockt, in die Falschen verliebt, was das Zeug hält. Mit viel Humor erzählt Anne Mulleners in den Kammerspielen von der Suche nach Identität und blickt dabei unter die komödiantische Oberfläche des Verwechslungsspiels: Brauchen wir weibliche und männliche Anteile in uns, um in der Gesellschaft zu bestehen? Und: Liebt es sich nicht am schönsten und am freisten jenseits aller Schubladen und Geschlechterlabels? Regie: Anne Mulleners Bühne: Vibeke Andersen Kostüme: Chani Lehmann Dramaturgie: Diana Merkel, Elisabeth Schack Dauer: 2 h 30, eine Pause Einführung 20 min vor Vorstellungsbeginn

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