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Schloss Ambras

Schloss Ambras liegt weithin sichtbar oberhalb von Innsbruck in Tirol und zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Landeshauptstadt. Seine kulturhistorische Bedeutung ist untrennbar mit der Persönlichkeit Erzherzog Ferdinands II. (1529-1595) verbunden, der als echter Renaissancefürst die Künste und Wissenschaften förderte. Er begründete die bereits zu seinen Lebzeiten weltberühmten Ambraser Sammlungen und ließ dafür eine eigens konzipierte Museumsanlage errichten – eine Art Urform heutiger Museen.

Die Präsentation im Unterschloss versucht, das Museum des Erzherzogs zu rekonstruieren: seine Kunst- und Wunderkammer, die Rüstkammern sowie das Antiquarium.

Im Hochschloss befindet sich die außergewöhnliche Porträtgalerie der Habsburger mit über 200 Bildnissen, unter anderem von Künstlern wie Lukas Cranach, Tizian, van Dyck und Velázquez.

Im Erdgeschoß des Hochschlosses ist die Sammlung spätmittelalterlicher Bildwerke untergebracht.

Kontakt

Schloss Ambras
Schlossstraße 20
A-6020 Innsbruck

Telefon: +43 (0)1 525-244802 Info-Hotline
E-Mail: info.ambras@khm.at

 

Öffnungszeiten:
Täglich von 10 - 17 Uhr
Im November geschlossen

Tickets:
16 € / 12 € ermäßigt
Bewertungschronik

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Bewertungen & Berichte Schloss Ambras

Ausstellung

Schauen erlaubt?

Vielfalt Mensch vom 16. bis 18. Jahrhundert

Wir sind alle anders.

Diversität hat es immer schon gegeben, auch im 16. Jahrhundert. Als der Mensch in der Renaissance wieder zunehmend in den Mittelpunkt rückte, war nicht nur sein Ideal von Interesse, sondern auch seine unerschöpfliche Vielfalt. Die Sonderausstellung "Schauen erlaubt? Vielfalt Mensch vom 16. bis 18. Jahrhundert" betrachtet Diversität in der Vergangenheit mit dem Blick von heute.

Geschichten aus dem Leben

Die diesjährige Sonderausstellung zeigt unter anderem Darstellungen unterschiedlichster Menschen aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Inhaltlicher Bezugspunkt sind die Ambraser Sammlungen von Erzherzog Ferdinand II. Dort wurde wie in Kunst- und Wunderkammern üblich die Welt in ihrer Gesamtheit dargestellt. Bis heute sind viele ungewöhnliche Gemälde, faszinierende Beschreibungen und wissenschaftliche Gegenstände erhalten geblieben.

Warum aber fand Das Bildnis eines behinderten Mannes Einzug in die Ambraser Kunst- und Wunderkammer? Welche Personen stecken hinter der „Haarfamilie“? Und warum berühren uns die Geschichten von „Hofries*innen“ und „Hofzwerg*innen“? Die Gemälde laufen Gefahr als reine Kuriositäten abgetan zu werden. Die Sonderausstellung erzählt hingegen die Geschichten dieser nicht den gängigen Normen entsprechenden Menschen.

Hinsehen oder Wegsehen?

Aus heutiger Sicht wird eine Zurschaustellung von Menschen als Voyeurismus empfunden. Die Sonderausstellung fordert die Besucher*innen dazu auf, ihre eigene Wahrnehmung zu reflektieren und konfrontiert sie mit der Frage: „Ist Schauen erlaubt?“.

Kunst- und kulturhistorisch wertvolle Schätze treffen auf aktuelle Standpunkte anhand von Audio- und Videobeiträgen. Texte in Einfacher Sprache, angepasste Schriftgrößen und Ausstellungsobjekte auf verschiedenen Höhen reduzieren Barrieren und machen Schauen erlaubt? für unterschiedliche Besucher*innen erlebbar.
Der Einbau eines Aufzugs im Hochschloss erleichtert zudem erstmals den Zugang in die im zweiten Stock gelegenen Sonderausstellungsräume.

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Ausstellung

Heldenrüstkammer & Turniere

Den Kern der Sammlungen Ferdinands bildete die Heldenrüstkammer.

Damit verwirklichte der Erzherzog erstmals die gänzlich neue Museumsidee, umfassend systematisch zu sammeln und zu präsentieren. Er trug Rüstungen, aber auch Waffen und Porträts, von berühmten Persönlichkeiten seiner Zeit und vorangegangener Jahrhunderte zusammen. Damit wollte er an die außergewöhnlichen Taten vor allem von Feldherren erinnern und die führende historische Rolle der Habsburger Dynastie hervorheben.

Die Auswahl der Helden basierte auf hervorragenden militärischen und historischen Leistungen. Ereignisse wie die Venedigkriege, die Bauernkriege, die Schlacht von Pavia, die Belagerung Wiens, der Tunisfeldzug, der Schmalkaldische Krieg, die Türkenkriege von 1556 und 1566, die Seeschlacht von Lepanto 1571 und die Verteidigung des Christentums in Nordosteuropa sollten durch die Rüstungen und Porträts in der Heldenrüstkammer dokumentiert werden.

Heldenrüstkammer & Turniere

Erzherzog Ferdinand II. (1529–1595) gelang es, mehr als 120 originale Harnische zu erlangen. Acht der hohen Holzschränke, in denen heute noch die ursprünglichen Rüstungen ein Zeugnis der Geschichte ablegen, haben sich original erhalten. Im mittleren Kasten reihte sich der Erzherzog selbst unter die Helden ein.

Aus den Beständen seiner Vorfahren Erzherzog Sigmunds (1427–1496) und Kaiser Maximilians I. (1459–1519) wählte Ferdinand Renn- und Stechzeuge, um die mittelalterliche Form des ritterlichen Turniers darzustellen. Die heutige Präsentation stellt einen Turnierplatz nach, wie er aus dem Turnierbuch Freydal Kaiser Maximilians I. bekannt ist.

Erzherzog Ferdinand II. (1529–1595), brachte seine weltberühmten Sammlungen im Unterschloss unter, jenem Bau, den er eigens für die Funktion als Museum errichten hatte lassen.

Die Kategorie der Feldherren und Obristen wurden mit ovalen Bildnissen illustriert

Die Heldenrüstkammer von Schloss Ambras war hierarchisch nach dem gesellschaftlichen Stand und nach dem militärischen Rang der Persönlichkeit geordnet, was sich auch bei den Porträts in den Bildformaten der Dargestellten niederschlug. Die Kategorie der Feldherren und Obristen wurden mit ovalen Bildnissen illustriert, in deren Umrahmung zur besseren Identifizierung der Namenszug des Dargestellten aufgebracht war. Dreieckige Porträts gaben weniger wichtige Persönlichkeiten wieder.

Viele der 120 Harnische, die sich ursprünglich in der Heldenrüstkammer befanden, sind heute in der Hofjagd- und Rüstkammer des Kunsthistorischen Museums in Wien zu besichtigen.

Täglich von 10 - 17 Uhr
Im November geschlossen!

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Ausstellung

Leibrüstkammer & Türkenkammer

Plattnerei in Innsbruck

Die Innsbrucker Plattnerei gehörte seit der Zeit Kaiser Maximilians I. zu den berühmtesten Europas. Ab 1580 ließ Erzherzog Ferdinand II. einen Großteil der ausgestellten Harnische von seinem Hofplattner Jakob Topf treiben. Die zweite Rüstkammer zeigt Turnierharnische für das Plankengestech, das Freiturnier und das Fußturnier, die für Ferdinand II. und seinen Hofstaat angefertigt wurden.

Das Plankengestech war ein Turnierspiel, in dem auf Pferden mit Lanzen aufeinander losgegangen wurde. Als Freiturnier bezeichnete man den sportlichen Reiterkampf, der zuerst mit scharfen Spießen und anschließend mit Schwertern ausgetragen wurde. Das Fußturnier wurde zu zweit oder in der Gruppe in einer abgeschrankten Bahn ausgetragen. Als Waffen dienten Langspieße und stumpfe Schwerter.

Die Harnische zum Fußturnier bilden eine vielteilige Serie, deren einzelne Rüstungen sich jeweils in individueller Größe und Zuschnitt voneinander unterscheiden. Zwanzig davon sind heute noch komplett, von den restlichen vier konnten Einzelteile bewahrt werden. Somit stellen diese gezeigten Fußturnierharnische eines der größten Ensembles europäischer Plattnerkunst der Frühen Neuzeit dar, die erhalten geblieben sind. Ursprünglich waren sie zur Zeit Erzherzog Ferdinands II., ab 1583, in der ersten Rüstkammer von Schloss Ambras gemeinsam aufgestellt.

Die Leibrüstkammer

Das Zentrum der Leibrüstkammer bildet der Hochzeitsharnisch »all’antica«. Ferdinand II. trug ihn bei den Turnieren anlässlich seiner zweiten Hochzeit mit Anna Caterina Gonzaga im Jahr 1582.

Die Porträts zeigen berühmte Feldherrn des 16. Jahrhunderts, deren Harnische Ferdinand II. in seiner Heldenrüstkammer präsentierte. Zudem verdeutlicht das Bildnis von Christoph Kolumbus, dass auch die Entdecker der Welt der Frühen Neuzeit als »Helden« angesehen wurden.

Die Türkenkammer

Schloss Ambras Innsbruck besitzt eine der bedeutendsten Sammlungen von Gegenständen osmanischer Herkunft aus dem 16. Jahrhundert, die von Erzherzog Ferdinand II. in der „Türkenkammer“ – einem eigenen Raumabschnitt innerhalb der Rüstkammern – präsentiert wurden. Die Sammlung, die der Erzherzog zusammentrug, entsprach einer an europäischen Fürstenhöfen dieser Zeit weit verbreiteten „Türken-Mode“ und umfasste orientalische und orientalisierende, in Europa gefertigte Objekte.

Die Faszination an der orientalischen Kunst und Kultur zeigte sich aber auch in den höfischen Festen und Turnieren.

Täglich von 10 - 17 Uhr
Im November geschlossen!

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Ausstellung

Barocke Rüstkammer

Harnische und Waffen aus dem Dreißigjährigen Krieg (1618–1648)

Sie stammen großteils aus den Beständen des ehemaligen Wiener Zeughauses und machen den Unterschied von prunkvollen Einzelanfertigungen der Renaissance zu sereinmäßigem Kriegswerkzeug der Barockzeit deutlich. Zugleich führen sie das Aussehen einer barocken Zeughausaufstellung vor Augen.

Täglich von 10 - 17 Uhr
Im November geschlossen!

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Ausstellung

Kleine Rüstkammer

Von der Jagdrüstkammer zum Ausstellungsraum

Die sogenannte „kleinen Rüstkammer“ bildete in der Planung Erzherzog Ferdinands II. eine Einheit mit der Bibliothek und dem Antiquarium, von denen sie jeweils durch zwei große Bogendurchgänge erreicht werden konnte. Das gesamte Ensemble diente dem humanistisch gebildeten Fürsten zur persönlichen Erbauung und Kurzweil. So waren alle Bereiche abgedeckt: die Schulung des Geistes durch die Beschäftigung mit der Antike und der Literatur sowie in der kleinen Rüstkammer, die auch als Jagdrüstkammer bezeichnet wurde, die körperliche Ertüchtigung. In der kleinen Rüstkammer waren ursprünglich Jagd- und Kriegswaffen: Armbrüste, Hirschfänger, Waidmesser, Degen, Dolche, Pistolen und Gewehre. Dazu kamen noch Blank- und Stangenwaffen, die auch heute noch an den Wänden des Raumes zu bestaunen sind.

Kleine Rüstkammer

Heute befinden sich hier außerdem zwei Samuraiharnische, absolute Raritäten von der Wende des 16. Zum 17. Jahrhundert, da sich weltweit nur sehr wenige Vergleichsexemplare in originalem Zustand erhalten haben. Sie folgen dem traditionellen Typus der sogenannten Moji odoshi dōmaru, der in Japan seit dem 14. Jahrhundert europäischer Zeitrechnung geläufig war.

Die Grundkonstruktion besteht aus waagrechten Eisen- und Hornplatten, die durch ein spezielles Flechtgewebe (odoshi) aus Seidenbändern in Längs- und Kreuzrichtung aneinandergebunden sind.

Auch Brust- und Rückenpanzer werden durch Schnürfäden zusammengehalten, die sich auf der rechten Seite öffnen und schließen lassen.

Die beiden Rüstungen dürften als Geschenke des Shogun Ieyasu um 1600 Europa erreicht haben und aus dem Besitz der habsburgisch-niederländischen Statthalter aus Brüssel im Zuge der französischen Revolution 1794 nach Wien gekommen sein. Von dort gelangten sie über Schloss Laxenburg Ende des 19. Jahrhunderts anlässlich der Wiederaufstellung der Ambraser Sammlung nach Innsbruck.

Ein weiteres Highlight in der kleinen Rüstkammer ist der Entwurf zum Kenotaph Kaiser Maximilians I.

Die imposante Zeichnung vom Prager Maler Florian Abel gehört zu den größten und am besten erhaltenen ihrer Gattung. Dem bis dahin unvollständigen Grabdenkmal Maximilians einen Sarkophag beizugeben, wurde auf Betreiben des Kaiserenkels Ferdinand I. initiiert. Abels Brüder, Bernhard und Arnold, begannen mit der Ausführung in Marmor, nach deren Tod setzte Alexander Colin die Arbeiten fort. Wie die heute erhaltenen Marmorreliefs am Kenotaph in der Innsbrucker Hofkirche zeigen, kam der hier präsentierte Entwurf nicht zur Ausführung. Das Format entspricht nicht den tatsächlichen Maßen, aber die Größe reicht an jene der Tumba heran.

Die Visierung, als einzigartige Dokumentation eines imperialen Monuments, kam wohl über den Erbweg in den Besitz des Tiroler Landesfürsten Erzherzog Ferdinand II. Dieser ließ den „Abriß Kaiser Maximilian des Ersten Grab“ in der Ambraser Bibliothek verwahren (zit. nach KK 6652, fol. 684r).

Täglich von 10 - 17 Uhr
Im November geschlossen !

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"Tödlein" vor 1519, Künstler: Hans Leinberger
Ausstellung

Kunst- und Wunderkammer

Das Einzigartige, Seltene, Außergewöhnliche und Ausgezeichnete galt als erstrebenswert.

Kunst- und Wunderkammern der Renaissance waren enzyklopädische Universalsammlungen, die das gesamte Wissen ihrer Zeit zu erfassen versuchten. Vor allem das Einzigartige, Seltene, Außergewöhnliche und Ausgezeichnete galt als erstrebenswert. Die Ambraser Kunst- und Wunderkammer galt bereits im 16. Jahrhundert als eine der bedeutendsten ihrer Art und ist die einzige Kunstkammer der Renaissance, die sich noch immer in den für sie errichteten Gebäuden befindet.

Die Kunst- und Wunderkammer

Erzherzog Ferdinand II. baute eine Sammlung auf, die sowohl in ihrem Umfang als auch ihrer Qualität herausragend war: Kristallpokale, Silber- und Goldschmiedearbeiten sowie Bronzeskulpturen, kostbares Glas und filigrane Drechselarbeiten, Münzen und Waffen. Neben künstlerisch und handwerklich herausragenden Gegenständen trug er auch wissenschaftliche Instrumente sowie Musikinstrumente zusammen.

Die schiere Unmenge an Gegenständen wurden, großteils nach ihren Materialien sortiert, in 20 raumhohen Holzschränken verwahrt. Von dort wurden die besonderen Objekte bei Bedarf herausgenommen und konnten auf eigenen Präsentiertischen näher betrachtet werden.

Auch exotische und außergewöhnliche Naturalien sowie Porträts von Menschen oder Tieren, die als »Wunder der Natur« galten, wurden gesammelt. Sie birgt heute noch Unikate sowie absolute Raritäten und beinhaltet eine der größten Sammlungen an „Exotica“, also von außereuropäischen Objekten ihrer Zeit.

Täglich von 10 - 17 Uhr
Im November geschlossen!

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Ausstellung

Ambraser Antiquarium

Rare und alte Sachen...

Als Antiquarium wird ein Raum bezeichnet, der zur Präsentation von Objekten der Antike bestimmt ist und in dem »rare und alte Sachen« aufbewahrt werden.

Solche Orte des Rückzugs, der Besinnung und des Wissens fanden um 1500 im Zuge des Renaissance-Humanismus weite Verbreitung. Antiquarien dienten der Beschäftigung mit der Tradition, zeugten von einem Verständnis der klassischen Materie und demonstrierten die finanziellen Möglichkeiten ihrer Besitzer, sich solch rare Stücke leisten zu können.

Das Ambraser Antiquarium

Auch Erzherzog Ferdinand II. richtete sich ein Antiquarium ein. Dem Fürsten ging es jedoch nicht primär um den Besitz von originalen Kunstwerken aus der Antike, sondern um die dargestellten Sujets, wofür Kopien und Abgüsse genauso gut waren.

Die 85 Nischen des Antiquariums zeigen zum einen Ferdinands Sammlung von Köpfen aus Gips, Marmor, oder Ton berühmter Persönlichkeiten der Antike und aus der Mythologie. Zum anderen sind Terracotta Statuetten von verschiedenen Habsburgern zu sehen, die vor 1600 nach dem Druckwerk Imagines Gentis entstanden. 1695 kamen dann noch 20 Bronzebüsten römischer Imperatoren hinzu, die – ursprünglich für das Grabmal Kaiser Maximilians I. gefertigt – nach Ambras gelangten.

Täglich von 10 - 17 Uhr
Im November geschlossen !

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Georgsaltar, nach 1516 (vor 1519), Künstler: Sebald Bocksdorfer
60 Ausstellung

Sammlung Gotischer Skulpturen

Die Ambraser Sammlung gotischer Skulpturen stammt aus der Zeit Kaiser Maximilians I. (1459 – 1519), dem Urgroßvater Erzherzog Ferdinands II.

Im 19. Jahrhunderts wurden die hochwertigen Figuren gesammelt und ab 1880 auf Schloss Ambras Innsbruck ausgestellt. Den Tiroler, vom süddeutschen Kunstraum beeinflussten Werken stehen Skulpturen aus dem niederösterreichischen Raum gegenüber.

Das Hauptwerk ist der imposante Georgsaltar, der im Auftrag Maximilians I. von Sebold Bocksdorfer zwischen 1510 und 1515 gefertigt wurde.

Die Sammlung gotischer Skulpturen

Der Kaiser, der 1493 eine Bruderschaft von St. Georg und 1503 eine St. Georgsgesellschaft gründete, war besonders dem Ritterheiligen verbunden, der die Ideale der Kreuzzüge und die Verteidigung gegen die Osmanen symbolisierte.

Dieser Flügelaltar mit freistehenden Figuren wurde allansichtig gearbeitet, was auf die Raumfassung der Renaissance hinweist. Die Flügel des Altars zeigen die Heiligen Katharina und Barbara sowie Christophorus und Florian, die als Porträts der Enkel Maximilians I., der späteren Kaiser Karl V. (1500 - 1558) und Ferdinand I. (1503 - 1564), gestaltet wurden. Der Georgsaltar befand sich ursprünglich in der St. Georgskapelle am Nordwestrand des Schlossparks Ambras, die 1777 abgerissen wurde.

Öffnungszeiten:
Die Sammlung Gotischer Skulpturen ist vom 1. April bis 31. Oktober geöffnet und auch ohne Museumsticket frei zugänglich.

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Ausstellung

Glassammlung Strasser

Eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen von Glas aus der Renaissance und dem Barock.

Die Sammlung Strasser wurde in mehr als 50-jähriger Sammeltätigkeit von Prof. Rudolf Strasser (1919 – 2014) angelegt und umfasst kostbare Gläser aus den wichtigsten europäischen Glaserzeugungsgebieten wie Venedig, Hall in Tirol, Innsbruck, Deutschland, Böhmen, Schlesien und den Niederlanden.

Die Glassammlung Strasser

Im Jahr 2004 kam die weltweit bedeutende „Sammlung Rudolf Strasser“ in den Besitz des Kunsthistorischen Museums in Wien; sie wurde in mehr als 50-jähriger Sammeltätigkeit angelegt und umfasst über 300 kostbare Gläser aus dem Zeitraum von der Renaissance bis zum Klassizismus, die in den wichtigsten europäischen Glaserzeugungsgebieten produziert wurden. 2013 wurden 70 Objekte der Wiener Kunstkammer zugeordnet, der weitaus größere Teil der Gläser fand im selben Jahr seine endgültige Heimat in Schloss Ambras.

Strasser begann seine Sammeltätigkeit im New York der späten 1950er Jahre, wo er eng mit dem Corning Museum of Glass im Staat New York zusammenarbeitete. Sein besonderes Interesse lag auf der historischen Aussage der Gläser. Der Ambraser Schlossherr Erzherzog Ferdinand II. prägte mit seiner Vorliebe für die Glaskunst und seiner eigenen Sammellust das Kunstverständnis Strassers.

Ferdinand II. ließ sich über Händler und Diplomaten venezianisches Glas liefern, dessen klarer Glanz die Reinheit des Bergkristalls kunstvoll nachahmte und das deshalb auch als cristallo bezeichnet wurde; auf diese Weise wurden die genannten Erzeugnisse zu begehrten Kostbarkeiten. Zu den frühesten Dekoren venezianischen Glases gehört der auch als Diamantgravur bezeichnete Diamantriss.

Die Herstellung von farbigem Glas durch Beimischung von Metalloxiden wurde ebenfalls in venezianischen Hütten des 15. Jahrhunderts perfektioniert und in der Folge auch im Norden aufgenommen. Durch die Kaltmalerei und besonders durch die Entwicklung der Emailmalerei kamen weitere Ausdrucksmöglichkeiten in Hinblick auf die Farbigkeit hinzu. Gerade nördlich der Alpen erlebten diese Techniken ihre charakteristische Blüte. Narrativ vorgetragene weltlich-politische oder religiöse Bildthemen sowie heraldische Motive oder an der Hafnerkunst orientierte Ornamente schmücken zahlreiche Gläser aus dem 16. und vor allem dem 17. Jahrhundert. Die opaken Dekore wurden zu jener Zeit zunehmend dichter und überziehen die Gefäße oft zur Gänze.

Öffnungszeiten:
Die Glassammlung Strasser ist vom 1. April bis 31. Oktober geöffnet.

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Ausstellung

Die Post ist da!

Postmeisterporträts der Taxis-Bordogna

An den Fürstenhöfen des Frühklassizismus gefeiert

Künstlerisch herausragende Bildnisse von Lorenz I. Bordogna von Taxis aus dem Umkreis des lombardischen Malers Giovanni Battista Moroni (um 1525 – 1578) sowie das Bruststück der Maria Anna Taxis-Bordogna und Valnigra von Johann Baptist von Lampi (1751 – 1830), einem an den Fürstenhöfen des Frühklassizismus, so etwa in Dresden, Wien und St. Petersburg, gefeierten Porträtisten.

Die Post ist da!

Das Kunsthistorische Museum Sammlungen Schloss Ambras verdankt Carlos Tasso de Saxe-Coburgo e Bragança eine großzügige Schenkung von zehn Postmeisterporträts aus dem Hause Taxis-Bordogna. Sie zeigen Mitglieder dieser Familie aus der Zeit vom frühen 16. bis zum ausgehenden 18. Jahrhundert.

Der Name Taxis ist untrennbar mit der Geschichte des Post-, Transport- und Kommunikationswesens verbunden, im 18. Jahrhundert galt die Familie sogar als die „Erfinderin der Post“. Die aus Bergamo stammenden Taxis verstanden es zunächst, als Kuriere und Boten in Diensten der Päpste und der Republik Venedig ein neuartiges, effizientes Transportnetz zu etablieren.

Aus der weiten Verzweigung der Familie ergab sich die Möglichkeit zum Aufbau eines europaweit tätigen Unternehmens. Ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts hatte die durch Heirat entstandene Seitenlinie der Bordogna von Taxis ihren Firmensitz in Brixen, Bozen und Trient. Aufgrund ihres wirtschaftlichen und organisatorischen Geschicks waren die Angehörigen der Familie eng mit dem Tiroler Landesfürsten Erzherzog Ferdinand II., dem Begründer der Ambraser Sammlungen, verbunden und nahmen auch aktiv am Innsbrucker Hofleben des Renaissancefürsten teil. Wir treffen sie u. a. beim mystisch-ausgelassenen Ritus zu Ehren des antiken Weingottes in der Ambraser Bacchusgrotte sowie bei den Feierlichkeiten der 1580 von Ferdinand II. ausgerichteten Hochzeit seines Kämmerers Johann Lipsteinsky von Kolowrat.

Die Präsentation der Porträts von Mitgliedern der Familie Bordogna von Taxis wird durch kulturhistorisch relevante Leihgaben aus dem umfangreichen Familien- und Postarchiv der Freiherren und Grafen von Taxis-Bordogna (heute im Tiroler Landesarchiv) sowie durch solche aus dem Musikinstrumentenmuseum Schloss Kremsegg bei Kremsmünster bereichert.

Zusammen mit Objekten aus den Sammlungen des Kunsthistorischen Museums in Wien machen sie die Entwicklung und Geschichte des historischen Post- und Transportwesens in Tirol für den Besucher anschaulich erlebbar.

Die Dauerausstellung wird in dem zur ältesten Bausubstanz des Ambraser Hochschlosses zählenden „Palas“ des Nordtraktes gezeigt.

Öffnungszeiten:
Die Ausstellung ist vom 1. April bis 31. Oktober geöffnet.

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Kaiserin Maria Theresia (1717 - 1780) in Alter von elf Jahren
Ausstellung

Die Habsburger Porträtgalerie

Erzherzog Ferdinand II. legte eine umfangreiche Porträtsammlung an.

1976 wurde in Schloss Ambras die „Porträtgalerie zur Geschichte Österreichs von 1400 bis 1800“ eröffnet. Seither werden im Hochschloss etwa 250 Bildnisse gezeigt, die aus den kaiserlichen Sammlungen stammen bzw. zur Ausstattung der habsburgischen Schlösser dienten.

Die Porträtgalerie

Schon Erzherzog Ferdinand II. legte als Landesfürst von Tirol eine umfangreiche Porträtsammlung an. Er sammelte vor allem Bildnisse in Miniaturformat, von Familienmitgliedern, Angehörigen deutscher und anderer Fürstenhöfe, von Päpsten, Feldherren und berühmten Männern und Frauen aus Vergangenheit und Gegenwart. Diese Sammlung, die den beachtlichen Umfang von rund 1.000 Porträts erreichte, ist heute im Münzkabinett des Kunsthistorischen Museums in Wien ausgestellt.

1976 wurde in Schloss Ambras die „Porträtgalerie zur Geschichte Österreichs von 1400 bis 1800“ eröffnet. Seither werden im Hochschloss etwa 250 Bildnisse gezeigt, die aus den kaiserlichen Sammlungen stammen bzw. zur Ausstattung der habsburgischen Schlösser dienten.

Anders als die historisch-universale Bildnissammlung Ferdinands II. ist die heutige Porträtgalerie vorrangig nach dynastisch-genealogischen Gesichtspunkten zusammengestellt.

Neben den namhaften Repräsentanten der Habsburger, die jahrhundertelang die Geschicke Europas bestimmten, sind auch ihre weitverzweigten Familienverbindungen dokumentiert. Außerdem eröffnet die Galerie einen facettenreichen Einblick in die Kunst des höfischen Porträts, das sich in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts als feste Bildnisform etablierte. Während bürgerliche Privatpersonen Porträts von sich in erster Linie in Auftrag gaben, um die eigene Erscheinung für die Nachwelt zu überliefern, hatte das höfische Bildnis vor allem eine repräsentative Funktion: es sollte ein Idealbild des Regenten zeigen, das seine Stellung, seine Würde und sein Selbstbewusstsein widerspiegelte.

Öffnungszeiten:
Die Habsburger Porträtgalerie ist vom 1. April bis 31. Oktober geöffnet.

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Park

Schloßpark

Zu Lebzeiten Erzherzog Ferdinands II. gehörte zu Schloss Ambras ein großes Waldareal.

Das steil nach Osten abfallende Gelände, das heute mit seinen Felsen, Schluchten, Brücken und einem künstlich angelegten Wasserfall an den ursprünglichen Zustand erinnert, diente als Wildpark. Außerdem besaß das Schloss eine 1574 vollendete, reich gestaltete Parkanlage mit Fischteichen, Vogelvolieren und eigenen Gartenhäusern in den Lustgärten.

Aus der Entstehungszeit stammen noch die in den Fels gehauene, weiträumige Bacchusgrotte, in der Gäste des Erzherzogs einst mit den berühmten Ambraser Trinkspielen empfangen wurden, sowie ein Treppenturm im Keuchengarten, dessen ehemalige Anlage teilweise wieder rekonstruiert ist.

Der mit Wasserkraft betriebene „umlaufende Tisch“ und das Ballspielhaus südlich des Spanischen Saales sind nicht mehr erhalten. Unter Erzherzog Karl Ludwig, der Schloss Ambras als Sommerresidenz nutzte, wurde ab 1855 der westliche Teil des Parks zu einem Landschaftsgarten umgestaltet und der Keuchengarten erhielt ein Schwimmbecken.

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Online

Lieblingswerke entdecken in unserer Online-Sammlung

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Schloss Ambras

Schloss Ambras liegt weithin sichtbar oberhalb von Innsbruck in Tirol und zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Landeshauptstadt. Seine kulturhistorische Bedeutung ist untrennbar mit der Persönlichkeit Erzherzog Ferdinands II. (1529-1595) verbunden, der als echter Renaissancefürst die Künste und Wissenschaften förderte. Er begründete die bereits zu seinen Lebzeiten weltberühmten Ambraser Sammlungen und ließ dafür eine eigens konzipierte Museumsanlage errichten – eine Art Urform heutiger Museen.

Die Präsentation im Unterschloss versucht, das Museum des Erzherzogs zu rekonstruieren: seine Kunst- und Wunderkammer, die Rüstkammern sowie das Antiquarium.

Im Hochschloss befindet sich die außergewöhnliche Porträtgalerie der Habsburger mit über 200 Bildnissen, unter anderem von Künstlern wie Lukas Cranach, Tizian, van Dyck und Velázquez.

Im Erdgeschoß des Hochschlosses ist die Sammlung spätmittelalterlicher Bildwerke untergebracht.
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Täglich von 10 - 17 Uhr
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Ausstellungen / Museum Schloss Ambrass Innsbruck Innsbruck, Schlossstraße 20
Ausstellungen / Museum Kaiserliche Hofburg zu Innsbruck Innsbruck, Rennweg 1
Ausstellungen / Museum Ferdinandeum Innsbruck Innsbruck, Museumsstr. 15
Ausstellungen / Museum Zeughaus Innsbruck Innsbruck, Zeughausgasse 1
Ausstellungen / Museum Tirol Panorama Innsbruck Innsbruck, Bergisel 1-2
Ausstellungen / Museum TAXISPALAIS Kunsthalle Tirol Innsbruck, Maria Theresien-Str. 45
Ausstellungen / Museum Kunstraum Innsbruck Innsbruck, Maria Theresien Str. 34

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