zur Startseite
Konzerte / Konzert Philharmonie Luxembourg Luxembourg, 1, Place de l'Europe
Ereignisse / Festival Immling Festival 10.11. bis 28.12.2025
Aufführungen | Tanz

tHE bAD / Shuv

Staatstheater Kassel - Opernhaus

Premiere: 29.11.2025 Hofesh Shechter zählt zu den herausragendsten und gefragtesten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Tanzszene. Er ist bekannt für seine eindrucksvollen Choreografien in einer einzigartigen Bewegungssprache, geprägt von hoher Physikalität und Körperlichkeit, mit eigenen Musikkompositionen in epischer Sprengkraft. tHE bAD ist eine abstrakte Choreografie, die darauf abzielt, gängige Muster und Strukturen zu durchbrechen, Anarchie zu leben und zu zelebrieren, aber auch zu hinterfragen. Das Stück feiert die Freiheit und die reine Bewegung, erforscht Rhythmus und choreografische Struktur(en) und untersucht im soghaft-vibrierenden Sound-Mix die Verbindung zwischen Musik und Bewegung, die Verbindung zwischen Leben und Tod. Eyal Dadon untersucht in Shuv das zyklische Verhältnis von Leben und Tod. Der Titel Shuv, was im Hebräischen „wieder“ bedeutet, verweist auf das fortwährende Kommen und Gehen von Leben und Tod. Für Dadon ist der Tod nicht nur das Ende, sondern ein ständiger Begleiter des Lebens, der im Werk in den fließenden Übergängen zwischen musikalischen und tänzerischen Schichten sichtbar wird. Die Bewegungen der Tänzer:innen sind von einem ständigen „Wiederbeginnen“ geprägt, als ob der Tod immer nur der Vorbote eines neuen Anfangs ist. Das Zusammenspiel des Sounddesigners Gil Yaacov Nemet und die Einbeziehung von digitalen und traditionellen Klängen aus beduinischen Kulturen sowie der Verbindung mit John Adams Shaker Loops, verleihen der Choreografie eine einzigartige Dimension, die den Tod als ständige Präsenz in einem endlosen Zyklus von Geburt, Leben und Verfall begreift: eine tiefe Auseinandersetzung mit den ständigen Übergängen im Leben und der Vergänglichkeit. Choreographie: Eyal Dadon Licht: Holger Tschersich Dramaturgie: Lars Gunnar Anderstam, Thorsten Teubl
Aufführungen | Oper

Die Fledermaus

Staatstheater Kassel - Opernhaus

Premiere: 31.1.2025 Der Champagner ist an allem schuld: Bevor der arrogante Eisenstein seine verordnete Haftstrafe antritt, lässt er es sich noch auf einem Fest des Prinzen Orlofsky gut gehen. Währenddessen empfängt seine Gattin Rosalinde zuhause ihren Liebhaber Alfred, bis der unglücklicherweise statt Eisenstein ins Gefängnis abgeführt wird. In der wohl berühmtesten Operette schwingt sich das dekadente Wiener Leben auf zum doppel- bödigen Tanz mit sektgetränkten Verwechslungsspielen, maskierten Seitensprüngen und bürgerlicher Scheinheiligkeit. Regisseur Philipp Moschitz reiht dieses Spektakel ein in die beliebte Tradition der rauschenden Theaterbälle in Kassel und lässt das Publikum selbst Zeuge und Komplize der „Rache der Fledermaus“ sein: Mittendrin statt nur dabei wird ausgelassen gegessen, sich betrunken und das eine Bein im Walzertakt geschwungen, während das andere schon im Gefängnis steht. Temporeich und voller feinem Humor kommen alle zum Zug, vom gelangweilten Kammermädchen bis zum beschwipsten Gerichtsdiener. Glücklich ist, wer vergisst, in welcher allzu vertrauten Dissonanz all die Leichtigkeit mit dem Wiener Zeitgeist steckt: beschämende Niederlage gegen die Preußen im Nacken, brodelnde Balkankrise und ein Börsencrash, der den hedonistischen Spekulanten ihre Feierlaune verdirbt. Angeheizt durch die wirbelnden Ohrwürmer des Walzerkönigs Johann Strauss verheddert sich die Ballgesellschaft im süßen Strudel ungeahnter Konsequenzen. Unter der musikalischen Leitung von Kiril Stankow entspinnt sich ein kulinarisches Feuerwerk musikalischer Verlockungen, die das sinnlich-sündige Vergnügen komplettieren. Musikalische Leitung: Kiril Stankow Musikalische Assistenz und Nachdirigat: Viktor Jugović Regie: Philipp Moschitz Bühne und Video: Ayşe Gülsüm Özel Kostüme: Claudio Pohle Choreographie: Sven Niemeyer Licht: Holger Tschersich Dramaturgie: Felix Linsmeier Chorleitung: Marco Zeiser Celesti
Aufführungen | Schauspiel

Muskeln aus Plastik

Theater Münster

Kay liegt mit dem flauschigen blau-rosa-weißen Hai auf dem Bett und weiß. nicht, „wann dey zuletzt so erschöpft / wann dey zuletzt so hyped war“. Verknallt, aber zugleich krank, möchte Kay eigentlich deren Lover Aron treffen, sich im eigenen trans* Körper einrichten. Queeres Begehren und Schmerz branden mit- und gegeneinander auf, doch Kay bleibt nicht alleine mit beidem. Kay macht einen Ausflug zu IKEA und einen Roadtrip, findet Freundschaft und schafft sich ein queeres care-Netzwerk, in dem Fürsorge und Empowerment herrschen. Kay Matter ist ausgezeichneter Autor und schreibt dem Theater Münster einen Uraufführungstext, ausgehend von seinem, von Kritik und Community gefeiertem, Prosadebüt Muskeln aus Plastik, das wegweisend Queerness und Be_hinderung verarbeitet. Regie, Bühne, Musik: Jakob Weiss Kostüme: Elena Gaus Dramaturgie: Victoria Weich Lichtdesign: Malte Spitzer Gefördert im Rahmen von Neue Wege vom Ministerium fürKultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. ab 16 Jahren 1 Stunde 20 Minuten, keine Pause
Aufführungen | Aufführung

Le Poème Harmonique / Dumestre

Wiener Konzerthaus

Le Poème Harmonique Eva Zaïcik, Cretidea (Mezzosopran) Lucile Richardot, Ramira (Contralto) Floriane Hasler, Cassandra (Mezzosopran) Victor Sicard, Roberto (Bariton) François Rougier, Giannino (Tenor) Anas Séguin, Gelsomino (Bassbariton) Vincent Dumestre, Leitung Baldassare Galuppi: L'uomo femmina. Dramma giocoso in drei Akten (1762) Opernwiederentdeckung aus Venedig Zwei Schiffbrüchige stranden auf einer von Frauen beherrschten Insel, wo die Männer fügsam, kokett und sogar ein wenig schüchtern sind. Prinzessin Cretidea regiert unangefochten über ihre Untertanen, bis sie sich unsterblich in Roberto verliebt, den Schiffbrüchigen, der sich weigert, die Gesetze der Insel zu befolgen. Auch wenn sich die burleske Energie der umgekehrten Beziehungen zwischen den Geschlechtern letztlich einem bloßen Gedankenexperiment verdankt und die erwarteten Rollen am Ende wieder eingeführt werden, bietet »L’uomo femmina« reichlich Stoff für zeitgenössische Debatten. Die Schnelligkeit der Rezitative und der sprühende Witz der Musik von Händels Londoner Rivalen Galuppi müssen dem jungen Mozart gefallen haben, der zur Zeit der Uraufführung der Oper sechs Jahre alt war.
Aufführungen | Film

»La città delle donne«

Wiener Konzerthaus

Federico Fellini: »La città delle donne« (I 1980, 134 min., OmU)
Aufführungen | Tanz

Barocktanzkurs mit Margit Legler

Wiener Konzerthaus

Margit Legler, Tanzunterricht Sina Zack, Tanz Annelie Fiona Vanicek, Tanz
Aufführungen | Film

»Women in Love«

Wiener Konzerthaus

Ken Russell: »Women in Love« (GB 1969, 131 Min. OF)
Aufführungen | Film

»The Day Iceland Stood Still«

Wiener Konzerthaus

Pamela Hogan: »The Day Iceland Stood Still« (USA/ISL 2024, 71 Min. OmU)
Aufführungen | Oper

Il barbiere di Siviglia

Staatsoper Unter den Linden

Commedia in zwei Akten (1816) Musik von Gioachino Rossini Text von Cesare Sterbini nach Pierre Augustin Caron de Beaumarchais Unter dem Decknamen Lindoro hat der wohlhabende Graf Almaviva als vermeintlicher Student das Herz der schönen Rosina erobert. Doch gedenkt Doktor Bartolo, der eifersüchtige Vormund des Mädchens, sein Mündel selbst zu ehelichen, und versucht daher, alle Verehrer von ihr fernzuhalten. Zum Glück steht »Lindoro« der gewiefte Barbier Figaro zur Seite, der – mehr oder weniger raffiniert – eine ganze Reihe von Verwicklungen und Maskeraden eingefädelt. Mit »Il barbiere di Siviglia« schuf der erst 23-jährige Rossini innerhalb von nur drei Wochen ein geistreiches, prickelnd-feuriges und pulsierendes Meisterwerk ganz im Sinne der italienischen Opera buffa, in dem wie so oft der genarrte Alte das Nachsehen hat. Als Vorlage dazu diente ihm das Schauspiel »La Précaution inutile ou le Barbier de Séville« des französischen Dichters, Geheimagenten und Waffenschmugglers Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais aus dem Jahr 1772, das die Vorgeschichte zu Mozarts »Le nozze di Figaro« erzählt. Rossinis humorvoll gezeichnete Charaktere, die brillanten Solopartien, mitreißenden Melodien und temporeichen Ensembles kommen in Ruth Berghaus’ zeitloser Inszenierung aus dem Jahr 1968 (mit dem genial-einfachen Bühnenbild des jungen Achim Freyer) voll zur Geltung: Sie strotzt nur so vor Lebendigkeit und Situationskomik und hat auch nach über 350 Aufführungen nichts an jugendlicher Frische und vitaler Fröhlichkeit eingebüßt. Musikalische Leitung: Tim Fluch Inszenierung: Ruth Berghaus Szenische Einstudierung, Spielleitung: Katharina Lang Bühne, Kostüme: Achim Freyer Einstudierung Chor: Gerhard Polifka Dauer: ca. 2:55 h inklusive einer Pause nach dem ersten Akt Sprache: In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Aufführungen | Oper

Don Giovanni

Staatsoper Unter den Linden

Dramma Giocoso in zwei Akten (1787) Musik von Wolfgang Amadeus Mozart Text von Lorenzo Da Ponte Mal abschreckendes Beispiel eines üblen Verführers, dem schließlich die gerechte Strafe zuteil wird, dann wieder Sinnbild des freiheitsliebenden und unkonventionellen Libertins, der die moralischen Vorstellungen seiner Zeit in Frage stellt: Die Figur des unwiderstehlich anziehenden, gleichzeitig aber skrupellosen Don Juan (bzw. Don Giovanni) ist ein Mythos der Neuzeit, unter dessen zahlreichen Bearbeitungen Mozarts „dramma giocoso“ herausragt. Bei einem Stelldichein mit Donna Anna wird Frauenheld Don Giovanni von deren Vater, dem Komtur, aufgescheucht. Im entstehenden Handgemenge tötet Giovanni den Komtur. Anna und ihr Verlobter Don Ottavio schwören dem Mörder Rache. Auch Donna Elvira, die immer wieder Giovannis Charme verfällt, ist aufgebracht – erst recht als dessen Handlanger Leporello über das wahre Ausmaß an Eroberungen seines Herrn berichtet. Als Giovanni plant, die junge Braut Zerlina noch am Tag der Hochzeit zu verführen, schreitet Elvira ein. Sie verbündet sich schließlich mit Donna Anna und Don Ottavio, um dem gewissenlosen Womanizer das Handwerk zu legen. Doch selbst als Giovanni dem Tod ins Auge sieht, weigert er sich, Reue zu zeigen … Mozart und sein kongenialer Librettist Da Ponte schufen mit ihrem „dramma giocoso“ eine perfekte Mischung aus ernster und komischer Oper. Sie nobilitierten den eigentlich buffonesken Stoff mit psychologischem Feingefühl und musikalischer Finesse und gestalteten die betrogene Elvira sowie die verführte Anna als ernstzunehmende Widersacherinnen, die der Titelfigur auf Augenhöhe begegnen. Musikalische Leitung: Finnegan Downie Dear Inszenierung: Claus Guth Szenische Einstudierung, Spielleitung: Caroline Staunton Spielleitung: Katharina Lang Bühne, Kostüme: Christian Schmidt Licht: Olaf Winter Choreographie: Ramses Sigl Einstudierung Chor: Dani Juris Dauer: ca. 3:15 h inklusive einer Pause nach dem 1. Akt Sprache: In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Aufführungen | Ballett

Schwanensee

Staatsoper Unter den Linden

Mit den Mitteln des klassischen Tanzes erzählt Schwanensee die Geschichte von Prinz Siegfried und seiner Liebe zu der verzauberten Prinzessin Odette, die in Schwanengestalt gefangen ist. Bald Schwan bald Mensch ist es ihre Bestimmung, Gegenstand der Phantasien des unglücklichen Prinzen zu sein. In der Interpretation von Patrice Bart ist es Siegfrieds Mutter, die ihren Sohn abgöttisch liebt und alle Fäden seines Schicksals in der Hand hält. Ohne Skrupel manipuliert sie seinen Freund Benno und benutzt Premierminister Rotbart als Erfüllungsgehilfen. In Anlehnung an die Epoche der Romanows im russischen Zarenreich macht sich in dieser Inszenierung eine beklemmende Untergangsstimmung breit, die von der unguten Mischung aus emotionaler Kälte und Dekadenz geprägt ist. Zuflucht findet der junge Prinz in der Begegnung mit den Schwänen. Die faszinierende Wirkung der mächtigen Vögel kommt in den groß angelegten Schwanenbildern des Balletts zum Ausdruck, die choreographisch von den archaischen Flugformationen und ihrer natürlichen, zugleich unwirklichen Schönheit inspiriert sind. Mit den Tutus der Tänzerinnen, die das weiße Federkleid der Tiere nachempfinden, sind diese imposanten Szenen zum Inbegriff des klassischen Balletts geworden. Zum Mythos geworden ist Schwanensee aber auch wegen der Musik von Peter I. Tschaikowsky, der den gegensätzlichen Stimmungen ihren unverwechselbaren Klang verleiht: Sei es die Sehnsucht, die Prinz Siegfried und Odette zueinander finden lässt, oder der trügerische Glanz der Ballszenen, in denen der ganze Hofstaat wie im Rausch der verführerischen Odile verfällt, die als Doppelgängerin Odettes den Prinzen zu dem tragischen Schwur verleitet, mit dem er seine aufrichtige Liebe verrät. Choreographie und Inszenierung: Patrice Bart Assistentin des Choreographen: Raffaella Renzi Bühnenbild und Kostüm: Luisa Spinatelli Dramaturgie: Christiane Theobald Musikalische Leitung: Robert Reimer Staatskapelle Berlin Odette / Odile: Polina Semionova Prinz Siegfried: Martin ten Kortenaar seine Mutter, die Königin: Aurora Dickie Premierminister von Rotbart: Loïck Pireaux Benno von Sommerstein: Shuailun Wu Dauer: 02h 50m inkl. einer Pause Einführung zum Stück jeweils 45 Minuten vor der Veranstaltung
Aufführungen | Ballett

Winterreise

Staatsoper Unter den Linden

Franz Schuberts Winterreise, ein Zyklus aus 24 Liedern für Singstimme und Klavier auf Gedichte von Wilhelm Müller, ist im Herbst 1827, ein Jahr vor Schuberts Tod, entstanden. Der Zyklus gilt nicht nur als Höhepunkt in Schuberts Liedschaffen, sondern als Gipfel des deutschen Kunstlieds überhaupt. In 24 Momentaufnahmen fächert Schubert kaleidoskopartig die Stimmungslage eines verlorenen, verletzten und vereinsamten Charakters auf. Nur wenige Kunstwerke haben das Existentielle, das Zerrissene des Menschseins so erschütternd zum Ausdruck gebracht. Der deutsche Komponist Hans Zender bearbeitete den Zyklus unter dem Titel: Schuberts Winterreise – eine komponierte Interpretation. Zenders Fassung für Tenor und kleines Orchester, die 1993 in Frankfurt uraufgeführt wurde, ist weit mehr als eine einfache Orchestrierung. Ebenso einfühlsam wie radikal legt sie das Verstörungspotential des Zyklus frei und nähert sich den Gedichten Wilhelm Müllers noch einmal auf eigene Weise. Zender stößt in die dunkelsten Regionen des Menschseins vor. Mit seiner Interpretation fördert er Emotionen zu Tage, die bei Schubert unter der Oberfläche pulsieren und deckt die unheimlichen Schichten in der Tiefe der Musik auf. Ähnlich wie Hans Zender geht es Christian Spuck in seiner Inszenierung weniger darum, die äußerlichen Stationen des Reisenden zu bebildern, als sich vielmehr in ausgreifender Abstraktion mit dem Zyklus auseinanderzusetzen. In einer Mischung aus großen Ensembleszenen und einer Vielzahl intimer Solobilder unternimmt er eine Reise ins Innere des Menschen. Dabei erkundet er so zeitlose Themen wie Liebe, Sehnsucht, Entfremdung und Verlassenheit und ermöglicht mit den Mitteln des Tanzes eine neue Perspektive auf eines der großen Meisterwerke klassischer Musik. Choreographie und Inszenierung: Christian Spuck Musik: Hans Zender Bühnenbild: Rufus Didwiszus Kostüme: Emma Ryott Licht: Martin Gebhardt Dramaturgie: Christian Spuck, Michael Küster, Katja Wiegand Musikalische Leitung: Dominic Limburg Staatskapelle Berlin Tenor: Magnus Dietrich Dauer: 01h 35m ohne Pause Einführung zum Stück jeweils 45 Minuten vor der Veranstaltung
Aufführungen | Oper

Lohengrin

Staatsoper Unter den Linden

Romantische Oper in drei Aufzügen (1850) Musik und Text von Richard Wagner Elsa von Brabant ist des Brudermords angeklagt. Niemand wagt es, die Unschuld der jungen Frau in diesem unerklärlichen Fall zu beweisen. Gefangen in einer Realität, die keiner mit ihr zu teilen scheint, tritt ein Mann in ihr Leben, der verspricht für sie zu kämpfen – unter einer Bedingung: Elsa muss ihm blind vertrauen und darf ihn weder nach seinem Namen noch der Herkunft fragen. Eine Intrige verleitet Elsa dazu, sich gegen ihr eigenes Versprechen zu stellen. Die Antwort bringt zwar ihren Bruder zurück und offenbart dessen göttliche Herkunft, dafür zahlt sie jedoch einen hohen Preis. In einer Zeit der revolutionären Umbrüche schrieb Wagner seine 1850 unter der Leitung von Franz Liszt in Weimar uraufgeführte Oper »Lohengrin«. Er thematisiert darin das Bedürfnis, der gesellschaftlichen Realität eine utopische Wirklichkeit entgegenzusetzen, die sich weigert Liebe, Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit in den Dienst des unhinterfragten zivilen Gehorsams zu stellen. Als Vorlage verwendete Wagner Wolfram von Eschenbachs »Parzival«-Epos, Sagen der Brüder Grimm sowie verschiedene Märchensammlungen. Aus einem »Geist der Gegenwärtigkeit« führt der spanische Opern- und Schauspielregisseur Calixto Bieito das Publikum durch seine Arbeiten und präsentiert sich erstmals mit einer großen romantischen Oper an der Staatsoper Unter den Linden. Musikalische Leitung: Simone Young Inszenierung: Calixto Bieito Szenische Einstudierung, Spielleitung: Caroline Staunton Bühne: Rebecca Ringst Kostüme: Ingo Krügler Licht: Michael Bauer Video: Sarah Derendinger Einstudierung Chor: Dani Juris Dauer: ca. 4:30 h inklusive zwei Pausen nach dem 1. und 2. Aufzug Sprache: In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Altersempfehlung: ab 15 Jahren Vorwort 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Apollosaal Auf einigen Plätzen in Rang I und II kommt es stellenweise zu Blendungen. Diese sind Teil des künstlerischen Konzepts. Wir bitten Sie, dies bei der Wahl Ihres Platzes zu berücksichtigen.
Aufführungen | Oper

Tosca

Staatsoper Unter den Linden

Melodramma in drei Akten (1900) Musik von Giacomo Puccini Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach Victorien Sardou Als der revolutionär gesinnte Maler Mario Cavaradossi heimlich einem politisch Verfolgten zur Flucht zu verhelfen versucht, glaubt seine Geliebte, die berühmte Sängerin Floria Tosca, er betrüge sie mit einer anderen Frau. Der skrupellose Polizeichef Scarpia nutzt ihre Eifersucht, um Cavaradossi zu überführen und verlangt anschließend im Gegenzug für die Freilassung des Geliebten eine Nacht mit Tosca. Mit einer stringenten Dramaturgie und ausgeprägtem Realismus schuf Puccini eines seiner schroffsten und dramatischsten Werke – einen Meilenstein der Operngeschichte. Vor dem Hintergrund des Konflikts zwischen Napoleons Revolutionsheer und den habsburgisch-päpstlichen Truppen im Jahr 1800, der den Protagonisten der Oper zum Verhängnis wird, entführt Puccini den Zuhörer akustisch ins Zentrum Roms: in die Kirche Sant’Andrea della Valle, den Palazzo Farnese und die Engelsburg, denen der Komponist je ein eigenes musikalisches Kolorit verlieh. In der Inszenierung des lettischen Schauspielregisseurs Alvis Hermanis bewegen sich die Sängerinnen und Sänger in einer psychologisch dichten Erzählung, verlegt in die Entstehungszeit der Oper um 1900. Die szenische Darstellung wird durch einen aufwendig gestalteten Graphic Novel der Bühnen- und Kostümbildnerin Kristīne Jurjāne ergänzt, der an den Originalschauplätzen des 17. und 18. Juni 1800 in Rom spielt und auf ein Bühnenbild von monumentaler Repräsentationsarchitektur projiziert wird. Musikalische Leitung: Giuseppe Mentuccia Inszenierung: Alvis Hermanis Szenische Einstudierung, Spielleitung: José Darío Innella Bühne, Kostüme: Kristīne Jurjāne Licht: Gleb Filshtinsky Einstudierung Chor: Gerhard Polifka Dauer: ca. 2:30 h inklusive einer Pause Sprache: In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Aufführungen | Gala

Wiener Johann Strauss Konzert-Gala und Ballett

Philharmonie Luxembourg

Kendlinger's K&K Philharmoniker Kendlinger's K&K Ballett Matthias Georg Kendlinger, Leitung Œuvres de Strauss Die Wiener Johann Strauß Concert Gala ist eine Ode an das Leben, Vitalität und Sinnlichkeit: Seit 1996 hat dieses aus Österreich exportierte Highlight – das Original mit den von Matthias Georg Kendlinger gegründeten K&K Philharmonikern – mehr als 1.5 Millionen Fans in 19 europäischen Ländern begeistert. Ein wahrer musikalischer Jungbrunnen, den selbst Könige und Kaiser zu schätzen wüssten!
Aufführungen | Oper

Das kalte Herz

Staatsoper Unter den Linden

Premiere: 11.1.2026 Oper in 12 Bildern (2026) Musik von Matthias Pintscher Text von Daniel Arkadij Gerzenberg Als körperlicher Ort, der menschliche Gefühle, Sehnsüchte und Schmerzen birgt, ist das Herz ein besonders begehrtes Symbol. Ein Mann möchte ohne die schmerzhaften Gefühle in seinem Herzen leben, seine Geliebte sich mit ihm verbinden, übersinnliche Mächte es für sich gewinnen. Überwältigende und ergreifende Klänge erfindet der Komponist Matthias Pintscher für die geheimnisvollen und merkwürdigen Begebenheiten in seiner Oper Das kalte Herz. Der Pianist und Lyriker Daniel Arkadij Gerzenberg schrieb das Libretto ausgehend von Wilhelm Hauffs gleichnamigen Märchen von 1827. Auch in seinem neu entstandenen poetischen Text dient der Wald als düstere, faszinierende Kulisse für die vielfältigen menschlichen Gefühlswelten und unheimlichen Vorgänge menschlicher Existenz. Der US-amerikanische Regisseur James Darrah, der für Oper, Schauspiel und Film arbeitet, und sein Team eröffnen dieser neu entstehenden Oper mysteriöse Bühnenräume für ihre besonderen Klangwelten. Musikalische Leitung: Matthias Pintscher Inszenierung: James Darrah Spielleitung: Leander Teßmer Bühne: Adam Rigg Kostüme: Molly Irelan Licht: Yi Zhao Video: Hana S. Kim Dramaturgie: Olaf A. Schmitt Sprache: In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Altersempfehlung: ab 14 Jahren Einblick am 7. Januar 2026 Vorwort 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Apollosaal
Aufführungen | Oper

Das schlaue Füchslein

Staatsoper Unter den Linden

Premiere: 28.2.2026 Oper in drei Akten (1924) Musik von Leoš Janáček Text von Leoš Janáček nach der Novelle von Rudolf Těsnohlídek Nichts Geringeres als den ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen brachte Leoš Janáček in seiner poetischen Oper vom Schlauen Füchslein auf die Bühne. Es erzählt den Lebensweg der jungen, rebellischen Füchsin Schlaukopf, die vom Förster gefangen wird und auf dessen Hof eine Revolution anzettelt, bevor ihr die Flucht gelingt. In der Freiheit des Waldes gründet sie gemeinsam mit dem Fuchs eine Familie und wird schließlich vom Wilderer erschossen. Sehnsuchtsvoll blickt die scheinbar so zivilisierte Menschenwelt auf die ungezähmte Natur, die ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten von Leben und Lieben folgt. Inspiriert von der Bildergeschichte Rudolf Těsnohlídeks schuf Janáček in seiner 1924 uraufgeführten Oper eine höchst sinnliche, impressionistisch anmutende Musik, die die wechselseitige Verwobenheit von Mensch und Tier vielschichtig reflektiert. In Szene gesetzt wird dieser „tschechische Sommernachtstraum“ von Regisseur Ted Huffman, der damit sein Debüt an der Staatsoper gibt; am Pult steht der ausgewiesene Janáček-Kenner Simon Rattle. Musikalische Leitung: Simon Rattle Inszenierung: Ted Huffman Spielleitung: José Darío Innella, Marcin Łakomicki Bühne: Nadja Sofie Eller Kostüme: Astrid Klein Licht: Bertrand Couderc Choreographie: Pim Veulings Einstudierung Chor: Dani Juris Dramaturgie: Detlef Giese, Elisabeth Kühne Sprache: In tschechischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Altersempfehlung: ab 14 Jahren Einblick am 23. Februar 2026 Vorwort 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Apollosaal
Aufführungen | Oper

Les Contes d’Hoffmann

Staatsoper Unter den Linden

Musik von Jacques Offenbach Text von Jules Barbier nach dem Drame fantastique von Jules Barbier und Michel Carré Mehr als 100 Bühnenwerke hat Jacques Offenbach komponiert, die weitaus meisten von besonderem Witz und satirischer Schärfe, originell und geistreich dazu. Am Ende seiner glänzenden Pariser Karriere, die knapp fünf Jahrzehnte umfasst, widmete er sich seinem wohl ambitioniertesten Stück Musiktheater, der „Opéra fantastique“ Les Contes d‘Hoffmann, basierend auf einem Schauspiel, das 1881 auf die Bühne gekommen war. Das Publikum taucht ein in eine Welt voller merkwürdiger Gestalten und Situationen, von phantastischer Art und mit so manchen dämonischen Momenten und facettenreicher, vitaler Musik. Der Titelheld, dem vielschichtigen romantischen Dichter E. T. A. Hoffmann nachgebildet und sich inmitten seiner Erzählungen wiederfindend, ist von der Kunst wie von der Liebe gleichermaßen fasziniert, fühlt sich von Frauengestalten angezogen und von Gegenspielern hintergangen. Regisseurin Lydia Steier wird gemeinsam mit ihrem Team und dem Dirigenten Bertrand de Billy opulente szenische und musikalische Bilder kreieren. Musikalische Leitung: Bertrand de Billy Inszenierung: Lydia Steier Spielleitung: Katharina Lang, Leander Teßmer Bühne, Video: Momme Hinrichs Kostüme: Ursula Kudrna Licht: Olaf Freese Choreographie: Tabatha McFadyen Einstudierung Chor: Dani Juris Dramaturgie: Maurice Lenhard, Christoph Lang Dauer: ca. 3:30 h inklusive zweier Pausen Sprache: In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Altersempfehlung: ab 14 Jahren Vorwort 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Apollosaal
Aufführungen | Oper

Carmen

Opernhaus Zürich

Opéra-Comique in vier Akten Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy Die Uraufführung in Paris 1875 löste einen Skandal aus. Das anarchische Wesen und die lustvoll gelebte Weiblichkeit der Titelfigur verstörten das bürgerliche Publikum. Bald jedoch trat Bizets Oper ihren Siegeszug an und wurde zu einem Mythos der Neuzeit. Bis heute fasziniert «Carmen» mit ihrer unerbittlichen Dramatik und der Elementarkraft der Melodien. Die Inszenierung von Andreas Homoki ist eine Hommage an den Ort der Entstehung, die Pariser Opéra comique. Elīna Garanča, eine der international begehrtesten Mezzosopranistinnen, ist in der Titelrolle zu Gast am Opernhaus. Olga Peretyatko singt Micaëla und Stanislas de Barbeyrac verkörpert Don José Musikalische Leitung: Domingo Hindoyan Inszenierung: Andreas Homoki Bühnenbild: Paul Zoller Kostüme: Gideon Davey Lichtgestaltung: Franck Evin Choreinstudierung: Klaas-Jan de Groot Dramaturgie: Kathrin Brunner In französischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Dauer ca. 3 Std. inkl. Pause nach ca. 1 Std. 35 Min. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Aufführungen | Oper

Hänsel und Gretel

Opernhaus Zürich

Märchenspiel in drei Bildern Libretto von Adelheid Wette nach dem Märchen von Jacob und Wilhelm Grimm Das bekannteste aller Märchen wurde für den Komponisten Engelbert Humperdinck zur Vorlage. Die Geschichte der Geschwisterkinder Hänsel und Gretel, die sich im Wald verirren und der Knusperhexe zum Opfer zu fallen drohen, begeistert auch in Opernform seit jeher. Die Musik greift bekannte Volksmelodien auf und verbindet sie mit grossen schillernden Klangbildern zwischen Traum und Wirklichkeit, Ängsten und Phantasien. Der Zürcher Regisseur Thom Luz wurde für seine Theaterarbeiten vielfach ausgezeichnet. Mit «Hänsel und Gretel» gibt er sein lang erwartetes Operndebüt und entfaltet die poetische Kraft der Theatermaschinerie. Die litauische Dirigentin Giedrė Šlekytė übernimmt die musikalische Leitung. Musikalische Leitung: Giedrė Šlekytė, Ann-Katrin Stöcke Inszenierung: Thom Luz Bühnenbild: Michael Köpke Kostüme: Tina Bleuler Choreinstudierung: Klaas-Jan de Groot Lichtgestaltung: Elfried Roller, Tina Bleuler Video: Tieni Burkhalter Dramaturgie: Roman Reeger Regiehospitanz: Neva Vogel In deutscher Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Dauer: 2 Std. 10 Min. Inkl. Pause nach dem 1. Teil nach ca. 1 Std.

Sie haben noch keinen Login? Dann registrieren Sie sich gleich hier!

Bitte schauen Sie in Ihrem E-Mail-Postfach nach der Registrierungsmail und klicken Sie auf den darin enthaltenen Link.